Marktupdate: DAX hadert mit 9.800-Punkte-Marke / Konsumentenstimmung in Deutschland auf 8-Jahres-Hoch, Ifo-Geschäftsklima fällt drittes Mal in Folge, US-Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter am Nachmittag im Fokus
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Trotz überraschend starker Konjunkturdaten für Deutschland, Frankreich und Spanien, schaffte es der DAX gestern wieder nicht, das charttechnisch wichtige Kursniveau von 9.800 Punkten zurückzuerobern und handelt auch heute Vormittag weiterhin knapp darunter. Zwar stabilisierten die positiven Wirtschaftsdaten aus Europa den DAX, die Unsicherheit über den Ausgang der EU-Beratungen über zusätzliche Russland-Sanktionen, die bis zum späten Nachmittag andauerten deckelten wiederum die Erholung. Die Veröffentlichung der Zahlen zum Immobilienmarkt in den USA, die einen Einbruch der Verkäufe neuer US-Immobilien im Juni um 8,1 Prozent auswiesen, dämpften dann nicht nur die positive Stimmung an den europäischen sondern auch an den US-Börsen. Auch der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes in den USA fiel etwas schwächer aus als erwartet. Da die Erstanträge auf Arbeitslosenversicherung in der Vorwoche auf den niedrigsten Stand seit 2006 fielen, lieferten die US-Konjunkturdaten ein gemischtes Bild. Die US-Leitindizes gingen am Ende fast unverändert aus dem Handel. Aus Asien erhält der DAX heute freundliche Vorgaben, wo der Nikkei 225 um über ein Prozent zulegen konnte. Charttechnisch bleibt die Situation im DAX wenig verändert zu den vorangegangenen Handelstagen. Nach dem abermaligen Rebound an der 9.600/9.625-Punkte-Zone deutet sich im DAX die Ausbildung einer Doppelboden-Formation an. Um das Chartbild nachhaltig zu verbessern, ist allerdings eine nachhaltige Wiedergewinnung der 9.800-Punkte-Marke nötig. Darüber könnte das vormalige Bewegungshoch bei 9.870 Punkten einen potenziellen charttechnischen Widerstand darstellen. Ein Rückfall unter die 9.600 Punkte wiederum könnte Tür und Tor öffnen für einen Test der Aufwärtstrendlinie aus den Juni 2012/Juni 2013-Tiefs bei gegenwärtig rund 9.500 Punkten sowie des 200-Tage-Durchschnittes bei aktuell etwa 9.450 Punkten. Letztendlich einigte sich die Europäische Union lediglich darauf, die Liste der Personen, die mit Einreiseverboten und Kontosperrungen belegt wurden um 15 Personen, sowie zum ersten Mal auch 18 Organisationen und Unternehmen, zu erweitern. Weitergehende Verschärfungen, die vor allem auf eine Erschwerung des Zugangs russischer Unternehmen an den Finanzmärkten abzielen, wurden noch nicht eingeleitet. Auch ein Lieferstopp von Hochtechnologie zur Erdölförderung sowie Militärgüter werden erwogen. Offensichtlich zögern die EU-Minister weiter vor einer härteren Gangart gegen Russland, die auch auf die europäische Konjunkturerholung zurückfallen könnte. Die Marktteilnehmer an den Börsen wiederum könnten es positiv auffassen, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der EU und Russland nicht zusätzlich belastet werden. Nichtsdestotrotz, die EU-Minister beschlossen auch heute Nachmittag und Dienstag zusammenzukommen um die Beratungen fortzusetzen, wodurch eine Unsicherheit über das Ausmaß der Sanktionen gegen Russland verleibt. Nach den gestrigen Konjunkturdaten, die auf eine Schwungaufnahme der europäischen Wirtschaft im dritten Quartal hoffen lassen, zeigte der GfK-Index zur Konsumentenstimmung in Deutschland mit 9,0 Zählern den höchsten Wert seit 2006. Damit bleibt die Stimmung der deutschen Verbraucher trotz der Ukraine-Krise hoch. Als einen der Hauptgründe nannten die GfK-Forscher die Einkommenserwartungen, die den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht hätten. Der heute veröffentlichte Ifo-Geschäftsklimaindex für Deutschland wiederum zeigt, dass die deutsche Wirtschaft sowohl die aktuelle Situation, als auch die Erwartung für die kommenden 6 Monate etwas schlechter einschätzt, als noch im Vormonat. Damit fällt der Geschäftsklimaindex auch den dritten Monat in Folge und signalisiert, dass die Stimmung in der deutschen Industrie von den geopolitischen Krisen belastet ist. Unter den Einzelwerten dürfte auch heute die Deutsche Bank weiter unter Beobachtung der Investoren stehen. Nachdem diese Woche ein Medienbericht über einen Brandbrief der New York-Fed an die deutsche Tochter der größten deutschen Bank zu Kursverlusten* führte, berichtete das Handelsblatt nun, dass der bereits beschlossene Sparkurs verschärft werden soll. Die Aktie des Finanzinstituts legt gegenwärtig um rund 0,7 Prozent* zu. Am Nachmittag dürfte der Fokus auf die Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter in den USA liegen. Für den Monat Juni erwarten Analysten einen Anstieg um 0,5 Prozent***, nachdem im Mai ein Rückgang der Auftragseingänge um 1 Prozent ausgewiesen wurde. Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P über den jeweiligen gestrigen Schlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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