MARKTUPDATE - DAX legt leicht zu / Kompromiss im US-Haushaltsstreit
Marktupdate - 11.12.2013 - Stand: 12:35 Uhr Nachdem gestern die Bären den DAX um knapp 0,9 Prozent* auf 9.114 Punkte gedrückt hatten, konsolidiert der deutsche Leitindex gegenwärtig über dem Vortagesschlusskurs. Der MDax und TecDax legen ebenfalls zu*. Die guten Wirtschaftsdaten die gestern aus China veröffentlicht wurden, reichten am Dienstag nicht aus, um den deutschen Leitindex zu verteuern. Die deutsche Autoindustrie dürfte sich insbesondere über den ungebrochenen Boom bei den Auto-Absatzzahlen in der zweitgrößten Volkswirtschaft freuen. Seit Jahresbeginn wurden bereits 15 Prozent mehr Autos in China verkauft, als zum selben Zeitpunkt im Vorjahr. Volkswagen und BMW handeln momentan etwas schwächer, während Daimler fester notiert. Der Prozess zu einer Einigung in den Verhandlungen um die Bankenunion, wird sich laut Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) noch mindestens bis zum 18. Dezember hinziehen. Weiterhin strittig ist unter anderem, wer die letzte Entscheidung zur Schließung einer maroden Bank fällen darf, also die jeweiligen Nationalstaaten oder die EU-Kommission. In der Nacht haben sich die Republikaner und Demokraten zu einem Kompromiss im US-Haushaltsstreit durchringen können. Damit könnte der drohende Haushaltsnotstand Anfang nächsten Jahres vorerst abgewendet sein. Der Senat und das Repräsentantenhaus müssen dem Vorschlag noch zustimmen. Dieser Kompromiss könnte der amerikanischen Notenbank die Entscheidung über eine frühzeitige Reduzierung des Anleihekaufprogramms erleichtern. Zudem wurde gestern beschlossen, die Umsetzung der Volcker-Regel, die eine Begrenzung des Eigenhandels bei US-Banken begrenzen soll, erst im Juli 2015 in Kraft treten zu lassen. Die US-Märkte haben gestern schwächer* geschlossen. Der Dow Jones gab 0,3 Prozent* auf 15.973 Punkte ab, während der S&P 500 0,2 Prozent* auf 1.802 Zähler fiel. Vorbörslich wird der Dow Jones gegenwärtig bei etwa 15.974 Punkten gehandelt, während der S&P 500 um 1.802,30 Zähler tendiert. Die Internationale Energieagentur hat heute ihre Prognose für den Rohölbedarf im Jahr 2014 nach oben revidiert. So soll der Bedarf nächstes Jahr um 1,2 Millionen Barrel am Tag oder 1,3 Prozent auf dann 92,4 Millionen Barrel am Tag, steigen. Der WTI Rohölpreis handelt in der Nähe eines 6-Wochen-Hochs nachdem Daten zeigten, dass Rohölvorräte in den USA die zweite Woche in Folge abgenommen haben. Rohöl der Sorte WTI wird momentan um 98,33 US-Dollar gehandelt, während die Sorte Brent im Moment etwa bei 109,10 US-Dollar notiert. Charttechnisch, testet der Goldkurs gegenwärtig die potenzielle Widerstandslinie um 1.255 US-Dollar. Momentan handelt das Edelmetall um knapp 1.257 US-Dollar. An Wirtschaftsdaten aus den USA, stehen heute unter anderem Prognosen zu Hypothekenanträgen als auch der wöchentliche Statusbericht zu den Rohölbeständen, auf der Agenda. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber dem Vorquartal *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc