DAX stößt an 11.600-Punkte-Marke an seine Grenzen / Kommt statt „Grexit“ nun der „Graccident“? EUR und Gold fallen weiter
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Vorerst sieht es so aus, als sei beim Deutschen Aktienindex bei 11.600 Punkten der Deckel drauf. Auch der zweite Anlauf an diese Marke endet zunächst mit leicht nachgebenden Kursen. Aber es gibt auch fundamentale Faktoren, die aktuell für etwas mehr Vorsicht und Zurückhaltung sprechen. Zwar stützt immer noch das gestern angelaufene Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank. Aber sich andeutende weitere Verluste der US-Börsen aus Angst vor einer schnelleren Zinswende und früher als erwartet wieder aufkommende Spekulationen um einen griechischen Euro-Austritt sorgen für Unsicherheit. Bis bei einem der beiden Unsicherheitsfaktoren Klärung eintritt, könnte noch eine Weile vergehen und sich so auch die Konsolidierung an den Märkten fortsetzen. Im Falle Griechenlands liegt es jetzt in der Hand der neuen Regierung, einen „Graccident“, also einen Austritt „aus Versehen“ abzuwenden. Im Falle der Zinswendespekulationen in den USA dürften erst die Einzelhandelsumsätze und das Verbrauchervertrauen am Donnerstag und Freitag und schließlich natürlich die nächste Offenmarktausschuss-Sitzung am 17./18. März mehr Klarheit bringen. Aus charttechnischer Sicht sind Rücksetzer im DAX zunächst kein Problem. Immerhin hat der DAX schon eine ganze Strecke zurückgelegt und bereits die Jahresziele einiger Teilnehmer abgeholt. Potenzielle Unterstützungen lassen sich um die 11.445- und 11.440-Marke identifizieren. Darunter bei knapp 11.300 Zählern. Brenzliger wird es erst, wenn der DAX unter 11.190 Zähler fällt. Dann könnte schnell ein Test der Zone um 10.950/11.000 kommen. Hier könnte der DAX aber spätestens wieder abgeholt werden. Ein Bruch dieser Marke könnte dann allerdings eine Korrektur bis auf 10.000 Zähler einleiten. Die Aussicht auf eine baldige Zinsanhebung in den USA und auch Unsicherheiten über den weiteren Verbleib Griechenlands in der Eurozone ließen heute den EUR gegen den USD unter das Tief vom September 2003 bei knapp 1,076 USD zurückfallen. Damit könnte der Weg zunächst frei gemacht werden zur 1,064 USD-, darunter sogar zur 1,05 USD-Marke. Bei einer Erholung dürfte die 1,11 USD-Marke zunächst einen potenziell erheblichen Widerstand darstellen. Der Goldpreis reagierte auch heute mit Kursverlusten auf den weiter gestiegenen US-Dollar. Dabei wurde auch die charttechnische Marke von 1.167 USD gerissen. Dadurch könnte bald ein Test der 1.130/1.140-USD-Zone anstehen. Zuletzt zeigte Gold zwar eine abnehmende Korrelation gegenüber einem starken US-Dollar, da wir beim USD-Index neue Hochs verzeichnen, der Goldkurs aber auf keine neuen Tiefs fiel. Dennoch belasten die Spekulationen auf bald wieder höhere Zinsen auf dem Edelmetall. Allerdings winkt dem Goldpreis auch eine Unterstützung. In den letzten Jahren zeigt sich nämlich eine verstärkte Korrelation zur EZB-Bilanz. Und diese könnte stützend auf den Goldkurs einwirken. Nachdem die US-Aktienindizes sich gestern ein wenig von den Abgaben am Freitag erholen konnten, weisen die Futures wieder auf eine schwächere Eröffnung und erneutem Test der charttechnischen Unterstützungszonen hin. Beim S&P 500 lässt sich eine solche Zone bei knapp 2.068 identifizieren. Darunter lassen sich die 2.050- und 2.030-Punkte-Marken hervorheben. Beim Dow Jones gilt es die 17.825-Zähler-Marke zu beobachten. Darunter drohen Abgaben auf 17.680 Punkte. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Abschlägen zu den gestrigen Schlusskursen gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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