Marktupdate - DAX pendelt um 9.600 Punkte / Inflation im Euroraum stagniert bei 0,8 Prozent
Marktupdate - 28.02.2014 - Stand: 12:05 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Nach dem gestrigen Kursabsturz*, der den DAX zeitweilig bis auf rund 9.500 Punkte drückte, stabilisierten heute Vormittag die positiven US-Vorgaben den deutschen Leitindex bei etwa 9.600 Punkten. Der MDAX gibt bis zum Mittag leicht ab*, während der TecDAX zulegt*. Nach der Rede der neuen US-Notenbankchefin Yellen vor dem amerikanischen Senat hatte der S&P 500 gestern mit einem neuen Rekordhoch geschlossen. Yellen versicherte gestern vor dem Bankenausschuss des US-Senats, dass sie noch länger an der Politik des billigen Geldes festhalten wolle. Gegenwärtig peile sie das Ende der Konjunkturhilfen für Ende Herbst an. Allerdings, erklärte sie, sei die Voraussetzung hierfür, dass sich die Wirtschaft wie erwartet positiv entwickelt. Gleichzeitig sprach sie auch die Auswirkungen des starken Wetters auf die zuletzt schwachen Konjunkturdaten an und gab zu, dass der Einfluss auf die Zahlen schwer abzuschätzen seien. Nach den jüngst positiven Konjunkturdaten aus dem Euroraum, zeigt der Arbeitsmarkt hingegen keine Verbesserung. Laut Statistikbehörde Eurostat verblieb die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Währungsunion im Januar den vierten Monat in Folge bei 12,0 Prozent. Die Zahlen für Italien zeigten wiederum eine Verschlechterung der dortigen Situation. So stieg** die Arbeitslosenquote dort im Januar auf einen neuen Rekordstand von 12,9 Prozent. Vor der nächste Woche Donnerstag angesetzten Zinssitzung der Europäischen Zentralbank achteten Investoren allerdings noch stärker auf die Entwicklung der Verbraucherpreise für den Euroraum, welches heute Morgen ebenfalls durch Eurostat vermeldet wurde. Demnach sei die Inflation im Februar auf Jahressicht stabil** bei 0,8 Prozent verblieben. Der Preisauftrieb bleibt damit niedrig und weit vom EZB-Zielwert von knapp 2 Prozent entfernt. Analysten waren im Vorfeld allerdings sogar von einem Absinken auf 0,7 Prozent*** ausgegangen. Der EUR konnte von der stabiler als erwartet*** ausgefallenen Entwicklung der Verbraucherpreise im Euroraum profitieren und stieg auf ein neues Jahreshoch von etwas über 1,3800 US-Dollar. Am Nachmittag folgt eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten für die USA. Neben dem Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal, warten Investoren auch auf den Chicago-Einkaufsmanagerindex, sowie die Reuters/Uni Michigan-Verbraucherstimmung. Ökonomen erwarten im Vorfeld, dass der Einkaufsmanagerindex im Februar auf 56 *** nach 59,6 Punkten im Januar zurückgefallen ist. Bei der Verbraucherstimmung erwarten Analysten eine Stagnation** bei 81,2 Punkten***. Vorbörslich handelt der Dow Jones und S&P 500 gegenwärtig um die jeweiligen Vortagesschlusskurse. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden