Marktupdate: DAX bremst Kursverluste / Ifo-Geschäftsklimaindex sinkt fünftes Mal in Folge, Draghi bekräftigt Aussicht auf zusätzliche geldpolitische Maßnahmen
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nachdem schwächere europäische Einkaufsmanagerindex-Werte gestern den Sorgen um die Konjunktur in der Eurozone neue Nahrung gaben und den DAX knapp 1,3 Prozent* ins Minus drückten, zeigt sich der Index auch heute Vormittag etwas schwächer. Allerdings bremst sich die Abwärtsbewegung aktuell etwas ab, trotz eines Rückganges des deutschen Ifo-Geschäftsklimaindex den fünften Monat in Folge. Möglicherweise hatten einige Marktteilnehmer sogar Schlimmeres erwartet. Laut Ifo-Institut, hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im September stärker als erwartet von zuvor 106,3 auf nun 104,7 Zähler eingetrübt. Analysten hatten einen Wert von 105,8*** erwartet. Auch die Erwartungen für die nächsten 6 Monate haben sich stärker eingetrübt als prognostiziert***. Ifo-Chef Hans-Werner Sinn kommentierte, dass „der deutsche Konjunkturmotor nicht mehr rund“ liefe. Aber auch das Versprechen einer noch auf lange Zeit expansiven Geldpolitik von Mario Draghi in einem Interview an den französischen Radiosender „Europe 1“ heute Morgen könnte die Stimmung der Investoren gehoben haben. So erklärte Draghi, dass die Zinsen im Euro-Raum noch für lange Zeit extrem niedrig bleiben werden und dass der EZB-Rat einhellig der Meinung ist, dass alle zur Verfügung stehenden Mittel im Kampf gegen die niedrige Inflation eingesetzt werden können. Angesichts der Konjunktursorgen um Europa, scheint dies eine gut-getimte Erinnerung der Märkte zu sein, dass die EZB mit Liquidität bereit stehe. Weitere Impulse für die Börsen dürften am Nachmittag aus den USA folgen, wenn Zahlen zum US-Immobilienmarkt veröffentlicht werden. Zudem werden Reden der Fed-Präsidenten von Cleveland und Chicago erwartet, von denen sich Marktteilnehmer zusätzliche Hinweise über die weitere Geldpolitik und vor allem auch über einem möglichen Zeitpunkt für eine Zinsanhebung in den USA erhoffen. Nach dem Bruch der steilen Aufwärtstrendlinie vom Jahrestief, setzten sich die Kursverluste im Tief bis auf knapp 9.530 Punkte fort, bevor eine Gegenbewegung einsetzte. Sollte sich diese verstärken und den Index wieder über das 61,8%-Fib-Retracement bei 9.612 Punkte heben können, ist ein Versuch der Rückeroberung der 9.700-Punkte-Schwelle denkbar. Sollten die Bären die 9.600-Punkte-Marke allerdings verteidigen können, dann sind weitere Kursverluste bis zum 50%-Fib-Retracement bei 9.477 Punkten möglich. Auf den EUR/USD-Wechselkurs hatte der schwache Ifo-Geschäftsklimaindex als auch die Bekräftigung der Aussicht auf eine noch lange Zeit expansive Geldpolitik durch Mario Draghi heute nur minimalen Einfluss. Nach wie vor handelt der Kurs knapp über einer potenziellen charttechnischen Unterstützung bei rund 1,2835 USD, nahe an der Abwärtstrendlinie vom 15. August, wodurch sich ein absteigendes Dreieck bildet, wo ein Ausbruch in die eine oder andere Richtung anstehen könnte. Vorbörslich handelt sowohl der S&P 500 als auch der Dow Jones etwas über ihren jeweiligen gestrigen Schlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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