Marktupdate - DAX: Bullen geben nicht auf / Ifo-Geschäftsklima signalisiert gute Stimmung der deutschen Wirtschaft
Marktupdate - 24.02.2014 - Stand: 12:00 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Unterstützt durch einen stärker als erwartet*** ausgefallenen Ifo-Geschäftsklima-Index für diesen Moment, testen die Bullen im deutschen Leitindex wieder einmal den Abgabedruck an der 9.680-Punkte-Marke. Der MDAX und TecDAX konnten bis zum Mittag leicht zulegen*. Der heute Morgen veröffentlichte Ifo-Geschäftsklima-Index für Februar signalisiert eine gute Stimmung in der deutschen Industrie. Das Barometer stieg im Februar im Vergleich zum Januar um 0,7 Punkte auf 111,3 Zähler, den höchsten Stand seit Mitte 2011. Analysten sind im Vorfeld, unter anderem aufgrund der Währungsturbulenzen in den großen Schwellenländern und zuletzt schwachen US-Konjunkturdaten, von einem kleinen Rückgang ausgegangen***. Der höhere Wert rührt vor allem aus der Bewertung der aktuellen Lage, während der Indexwert für die Aussichten für die kommenden sechs Monate im mit 108,3 Punkten um 0,6 Punkte** fiel. Der Branchenverband der deutschen Maschinenbauer VDMA erklärte am Morgen, dass die Unternehmen im letzten Jahr 3,7 Prozent weniger Maschinen nach China exportierten als 2012. Der Branchenverband erklärte, dass die Gründe in einem Auslaufen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme in China als auch einer verstärkten Nachfrage nach lokalen Produzenten, liegen. Einen Nachfragerückgang habe man 2013** zudem auch aus den aufstrebenden Ländern Brasilien, Russland und Indien beobachtet. Die Aktie des deutschen Maschinenbauers Thyssen Krupp verliert bis zum Mittag leicht*. Die Verbraucherpreise in der Eurozone sind laut dem Statistikamt Eurostat im Januar gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Prozent gestiegen und damit etwas stärker als Analysten erwartet haben***. Nichtsdestotrotz, verbleibt die Teuerung der Verbraucherpreise damit auch im Januar weit entfernt von dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von knapp 2 Prozent. Auf Monatssicht gingen die Preise sogar um 1,1 Prozent zurück und damit so stark wie noch nie in einem Januar. Am Donnerstag kommt die Europäische Zentralbank zu ihrer monatlichen Ratssitzung zusammen, in welcher die Inflationszahlen für die Festlegung der Leitzinsen in Betracht gezogen werden. Vor der Markteröffnung in den USA handelt der Dow Jones und S&P 500 leicht über den jeweiligen Freitagsschlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden