DAX weiterhin in enger Handelsspanne / Ifo-Geschäftsklima bringt keine Impulse, Warten auf US-Inflationszahlen und Yellen-Rede

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Der Mangel an Impulsen und damit an Dynamik am deutschen Aktienmarkt geht heute in die nächste Runde. Zwar notiert der DAX weiterhin über seinem zu Beginn der Woche gebrochenen Abwärtstrend, aber schon den dritten Handelstag in Folge pendelt der Index in einer Spanne von gerade einmal 150 Punkten. So recht trauen die Anleger dem Braten nicht, was nach den erfolgsverwöhnten ersten Monaten des Jahres eher nach einer Fortsetzung der Korrektur, mindestens aber der Seitwärtsbewegung spricht. Der am Morgen veröffentlichte ifo-Geschäftsklimaindex fiel insgesamt etwas besser aus als erwartet, konnte die Anleger aber auch nicht aus ihrer Lethargie reißen. Der Euro verbuchte daraufhin leichte Kursgewinne, womit auch der Bremsklotz für weitere Kursgewinne an Europas Börsen und so auch beim DAX gefunden wäre. Bessere europäische Daten sind zwar grundsätzlich positiv, lassen aber den Euro steigen, was wiederum bremsend wirkt. Schlechtere Daten lassen wiederum Konjunktursorgen aufkommen, was auch nicht gerade für Aktienkäufe spricht. Lediglich die Geldpolitik sorgt noch für Bewegung, aber auch hier nutzt sich der Effekt mehr und mehr ab. Der DAX könnte sich damit festfahren, was in der Folge meist zu Abgaben und weniger zu mutigen Käufen führen sollte. Der Blick richtet sich auch in die USA. Solange sich die Investoren dort mit Anschlusskäufen nach neuen Rekorden zurückhalten, bleibt auch hier die Angst vor einem Fehlausbruch. Am Nachmittag könnten schwächere US-Inflationszahlen den US-Dollar wieder schwächen und damit zu einer Aufwertung des Euro führen. Angesichts des potenziellen Gegenwindes warten die Investoren auch deshalb erst einmal ab. Aus charttechnischer Sicht wären im DAX Anschlusskäufe nach dem Ausbruch aus dem Abwärtstrendkanal zu begrüßen gewesen. Mit dem fehlenden Drive ergibt sich nun wieder das Risiko eines Rücksetzers in den Bereich um 11.600 Zähler. Entsprechende Impulse vorausgesetzt ist kurzfristig ein Lauf in den charttechnisch signifikanten Bereich um 12.050 aber jederzeit vorstellbar. Am Nachmittag richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer dann auf die US-Inflationszahlen für den Monat April. In Großbritannien fielen die Verbraucherpreise in diesem Monat zum ersten Mal seit Jahren. In Europa stagnierten diese auf Jahressicht nachdem im Vormonat noch ein Rückgang verzeichnet wurde. Schwer vorstellbar, dass sich die Entwicklung in den USA dem generellen Trend entziehen kann und so wird den US-Verbraucherpreisen ein Rückgang um 0,2 Prozent prognostiziert. Da die US-Notenbanker auch die Inflation bei ihrer Entscheidung zugunsten oder gegen eine Zinsanhebung in Betracht ziehen, könnte dies die Erwartung an eine Zinswende frühestens im September noch untermauern. Dies könnte wieder etwas Druck auf den USD bringen. Der Kurs des EUR/USD-Währungspaares stieß nach dem heftigen Rebound von der 1,1460-USD-Marke um 1,105 USD auf eine Unterstützung. Solange der Kurs sich über dieser Marke halten kann, wo aktuell auch etwa die Aufwärtstrendlinie von Mitte April verläuft, bleibt der Bias zugunsten einer weiteren Erholung des EUR gegen den USD. Damit könnte kurzfristig auch wieder die 1,1210-USD-Marke angesteuert werden. Gelingt der nachhaltige Anstieg darüber könnte der Weg wieder frei werden zur 1,1270-USD-Marke. Unter 1,105 USD könnte sich das Bild allerdings drehen und es drohen Folgeverluste. Potenzielle Anlaufziele lassen sich dann an den 1,098-, darunter 1,088-USD-Marken ausmachen. Trotz der rekordhohen Niveaus der US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 bleibt der signifikante Ausbruch nach oben aus. Je länger Anschlusskäufe auf sich warten lassen, desto höher ist das Risiko dass es wieder zu einem empfindlichen Rücksetzer kommt, der das positive Signal der Rekordmarken negiert und sich der Anstieg als Fehlausbruch herausstellt. Aktuell kämpft der S&P 500 gegen die Deckungslinie vom 23. März-Hoch. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg frei machen bis zur 2.158-Punkte-Marke wo die Deckungslinie vom Hoch von Ende Dezember verläuft. Diese stellt allerdings gleichzeitig die ober Begrenzung eines bärischen Keils dar. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell fast unverändert zu den gestrigen Schlusskursen gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. 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