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Großer Kaufrausch im Goldpreis kurz bevor?

Großer Kaufrausch im Goldpreis kurz bevor?

Auch wenn die blaue Welle im Zuge des Ergebnisses der US-Präsidentschaftswahl ausbleiben könnte und die Demokraten nicht alle Mehrheiten sichern könnte der Glanz des Goldpreises (+1,25% auf $1927,27) fortwähren. Das ist zumindest eine mögliche Interpretation aus dem Chart des Goldes und des Verhaltens derer, die in den letzten sechs Wochen zum Kauf des Gold griffen.

Bei 1863 USD pro Unze waren Gold Bugs und andere überzeugte Goldkäufer bereit, immer wieder zu kaufen - die Zeit vom 23. September bis zum 28. September und wieder vom 29. Oktober bis 30. Oktober waren kritische Momente für den Goldpreis und festzuhalten ist: die Goldkäufer haben sich durchgesetzt und den Rückgang zum Ankauf von Gold genutzt - in Gramm und Unzen in physischer Form, in Form von physisch besicherten Gold-ETFs oder über Terminkontrakte oder Derivate wie CFDs.

Der Goldpreis ist aktuell nicht nur höher als in diesen beiden Zeiträumen sondern es wurde in Euro und Dollar sogar eine wichtige charttechnische Unterstützung gehalten. Charttechnisch betrachtet könnte dieser bullische Druckaufbau zu einem Kaufrausch im Goldpreis in den kommenden Wochen führen. Mehr dazu in dieser Analyse.

Bildet der Anstieg des Goldpreises heute den Auftakt zu einem Kaufrausch?

Nun lässt sich im Vorfeld nie prognostizieren, ob der Goldpreis stark steigen wird oder nicht. Was jetzt allerdings als nächstes kommen könnte ist eine Reihe von Maßnahmen, die den Goldpreis in seiner Entwicklung stützen könnten. Aus diesen Gründen:

1) Eine Trendwende im Goldchart könnte abgewendet worden sein

2) Die US-Politik könnte gezwungen sein, ein Billionen Dollar schweres Konjunkturpaket auf Pump zu verabschieden

3) Die amerikanische Notenbank Fed könnte ihr Anleihekaufprogramm erneut ausweiten

4) Die Pandemie könnte bis tief ins Jahr 2021 reichen

Betrachten wir diese vier Faktoren für den Goldpreis näher.

Wann geht der Goldpreis hoch?

Charttechnisch betrachtet haben wir es mit einer Impulsauffächerung nach der Elliottwellenanalyse zu tun. In der vereinfachten Darstellung der EW-Analyse des Goldes lässt sich bereits Anfang des Jahres 2016 ein Initialimpuls von 1046 bis 1375 USD je Feinunze feststellen, der sich seit dem höheren Hoch im Juni 2019 Schritt für Schritt nach oben aufgefächert hat. Die im Chart sichtbaren Fibonacci-Extensionen lassen sich als mögliche Kursziele für Gold betrachten. Wird eine Extensions-Marke überschritten könnte die nächst höher liegende Level ein mögliches Kursziel sein und so weiter. Wie im Chart gut zu erkennen ist tobt seit fast einem halben Jahr ein Kampf um die 161,8% Fibonacci-Extension bei 1907 USD/Unze.


Goldpreis in US-Dollar (Gold Cash CFD), Eine Kerze = 1 Monat, Quelle: CMC Markets

Wie entwickelt sich der Goldpreis jetzt?

Der Goldpreis hat aktuell die Widerstände bei 1907 Dollar pro Unze wieder überschritten. Gleichzeitig zeigt sich, dass durch die eingangs erwähnten überzeugten Käufer keine Impulsauffächerung nach unten stattgefunden hat. Nachdem dies fehlschlug, es also nicht zu einer Trendwende und nicht zu einer Ausdehnung des Initial-Impulses kam könnte der Goldpreis jetzt in seiner weiteren Entwicklung von Eindeckungen von Short-Sellern und Leerverkäufern und dem Einstieg neuer Käufer profitieren, die das Hoch vom 18. August bei 2015 USD pro Unze noch einmal testen könnten. Dieses Niveau war jenes, an dem nach dem Initial-Impuls Anfang August erfolglos versucht wurde, ein höheres Hoch auszubilden. Haben die Käufer von Gold jetzt genug Kraft, es dieses Mal zu schaffen?


Goldpreis in US-Dollar (Gold Cash CFD), Eine Kerze = 1 Tag, Quelle: CMC Markets

Wie wird sich der Goldpreis entwickeln?

Wer jetzt wissen möchte, wie sich der Goldpreis im Jahr 2021 und auch im Rest des Jahres entwickeln wird kann die Situation um die US-Präsidentschaftswahlen engmaschig beobachten. Egal, ob Joe Biden Präsident wird oder Donald Trump Präsident bleibt deuten die jetzigen Ergebnisse der ausgezählten Stimmen auf eine parteipolitische Blockade im amerikanischen Kongress hin. Das Repräsentantenhaus könnte demokratisch bleiben, der Senat republikanisch. Aber beide Parteien - die Demokraten wie die Republikaner - wissen genau, wie schwer die amerikanische Wirtschaft von der Pandemie getroffen wurde und wie stark sie auf ein weiteres Konjunkturpaket angewiesen ist. Und zu den Zwischenwahlen in zwei Jahren will sich keiner der beiden Parteien die Blöße des Vorwurfs ausgesetzt sehen, jetzt inmitten dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht genug getan zu haben.

Jetzt geht es also um die Höhe und Ausgestaltung des Konjunkturpakets - nicht jedoch um die Frage, ob überhaupt ein neues Paket kommen soll. Die Schulden der US-Regierung werden in diesem Umfeld noch weiter steigen, möglicherweise um eine gewaltige Summe von über 2 Billionen US-Dollar. Da sich China und andere Staaten, die in der Vergangenheit Staatsanleihen aus den USA kauften, um eigene Belange der Pandemie kümmern müssen könnte die amerikanische Notenbank den Hauptteil der neuen Schuldpapiere aus Washington aufnehmen. 

Einige Notenbanken machen sich gerade auch ernsthaft Gedanken um digitales Geld, das auf Basis der Blockchain direkt an die Menschen verteilt werden könnte, um die Geschwindigkeit von geldpolitischen Stützen bei ihrer Wirksamkeit für das Wirtschaftswachstum zu unterstützen. Diese Entwicklungen könnten die Attraktivität der Goldanlage bei Anlegern deutlich erhöhen. Die Angst vor der Inflation könnte den Goldpreis beflügeln.

Wie steht der Goldpreis 2021?

Die zweite Welle mit einem drohenden zweiten Lockdown ist das Störfeuer, das die von den Anlegern so herbeigesehnte konjunkturelle Erholung schon wieder im Keim ersticken könnte. Viele Menschen sind von der Dynamik des Infektionsgeschehens überrascht. Aufgrund des nur ergriffenen "Lockdown Light" könnte ein wirtschaftlicher Einbruch wie im Frühjahr ausbleiben. Viele fragen sich aber, ob am 30. November wirklich alles vorbei ist oder ob die Einschränkungen nicht noch viel länger dauern könnten. Damit wächst auch das Risiko, dass die Konjunktur noch länger belastet wird als bislang geplant.

Was im Sommer noch undenkbar war, ist jetzt angesichts schnell steigender Infektionszahlen zum eingetretenen realen Szenario geworden: ein zweiter Lockdown. Der Goldpreis beginnt nun an den Weltbörsen zu reagieren. Die Staaten müssten noch mehr Schulden machen,um die Unternehmen zu stützen und Arbeitslose und Kurzarbeiter zu unterstützen. Liegt der große Knall im Goldpreis direkt voraus?

Auch an der Börse ging man wie das Imperial College of London davon aus, dass auf die erste Welle des Coronavirus und den ersten flächendeckenden Lockdown nur noch kleinere Wellen folgen werden, die man durch lokale Einschränkungen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens kontrollieren kann. Nun befinden wir uns allerdings in einer Situation, in der diese zweite Welle mit Blick auf die reinen Infektionszahlen noch viel schlimmer ist als die erste. Und derzeit sieht vieles danach aus, als dass sie ebenfalls nur mit einem nahezu kompletten Herunterfahren auch der Wirtschaft bekämpft werden kann.
 
Damit verschwindet das Wort Impfstoff in den Hintergrund der Betrachtungen und es taucht wieder dieses angsteinflößende Wort auf und wird nun in sozialen Medien und der Politik immer stärker diskutiert: Lockdown. Das erschreckt auch die Finanzmärkte – die Anleger fühlen sich zurückversetzt in das Frühjahr, in dem die Kurse an den Börsen ebenfalls auf hohen Niveaus lagen und die politische Entscheidung über einen Lockdown dann den Ausverkauf brachte. Ob sich dieses Szenario nun wiederholt, ist nicht garantiert, aber ein Risiko, das die Märkte auch zu diesem Wochenstart mit fallenden Kursen würdigen. 

Warum steigt der Goldpreis

Die zweite Welle der Infektionen kommt schneller als ein Impfstoff, von dem jeder überzeugt ist. Die in dieser Analyse genannten Gründe könnten dazu führen, dass der Goldpreis weiter steigt. Dabei sollte die Unterstützung bei 1863 USD/Unze engmaschig im Blick behalten werden. Scheitert der Goldpreis im aktuellen Anstieg und käme es zu einem nachhaltigen Unterschreiten dieser Unterstützung könnte es zu der befürchteten Impulsauffächerung im Goldpreises nach unten kommen. Dann könnte 1732 USD/Unze die nächste Haltemarke für den Kurs im Gold sein. 

Reagiert der Goldpreis in Euro stärker?

Der Xetra Gold ETF CFD (+0,4% auf 52,39 EUR) ist ein mit physischem Gold besicherter Gold-ETF, der den Goldpreisverlauf in EUR zeigt. Tatsächlich sehen wir hier eine mögliche Bodenbildung in Form eines 123-Tiefs, sollte das Niveau von 51,38 EUR wie in den vergangenen Wochen Käufer finden. Hier steht also über diesem Kursniveau möglicherweise eine Impulsauffächerung nach oben in Richtung der 61,8% Fibonacci-Extension bei 57,33 EUR an. Der bärische Verlauf wäre ein Unterschreiten von 51,38 EUR. 


Xetra Gold ETF CFD, Goldpreis Euro, Quelle: CMC Markets


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