DAX fällt aus enger Seitwärtsrange / Griechenland und Spanien liefern Störfeuer, USD/JPY bricht nach oben aus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Zum Start in die neue Handelswoche ist die Nervosität am deutschen Aktienmarkt deutlich spürbar. Die verunsichernden Äußerungen der griechischen Regierung über das Wochenende haben daran ihren entscheidenden Anteil. Dass in Spanien in den Regionalwahlen die linke Podemos-Partei kräftige Zugewinne verbuchen kann, spielt ebenfalls eine Rolle. Die anstehenden Wahlen in Spanien schüren Befürchtungen einer aufziehenden politischen Blockade in Europa und am Ende doch einer Ansteckungsgefahr durch Griechenland und einem potenziellen Euro-Austritt. Und so kann der Deutsche Aktienindex nicht von den kräftigen Abgaben im Euro und wieder stärkeren Bundesanleihen profitieren. Vielmehr fühlt man sich zurückversetzt in die Hochphase des Bedrohungsszenarios eines griechischen Austritts aus der Eurozone. Gepaart mit US-Börsen, die weiterhin ihre Schwierigkeiten haben, durch Anschlusskäufe neue Hochs zu erklimmen, drückt das auf die Stimmung am deutschen Aktienmarkt und verhindert eine Fortsetzung der Rally vom Jahresbeginn. Aus charttechnischer Sicht erwies sich der kurze Abstecher an die charttechnische Marke bei 11.920-Zählern als Fehlausbruch aus der engen Handelsspanne, in welcher sich der DAX in den letzten Tagen einpendelte. Mit dem Bruch der charttechnischen Marke bei 11.750 Zählern dürfte nun die 11.630-Punkte-Marke in den Fokus rücken, wo sich ein Gap befindet. Kann sich der Kurs hier nicht stabilisieren, droht dem DAX wieder ein empfindlicher Rücksetzer auf 11.450 Zähler. In der Rede vom Freitag erklärte Janet Yellen, dass sie davon ausgehe, dass die Zinsen in den USA noch dieses Jahr angehoben würden. Die US-Wirtschaft sei auf gutem Wege die Schwäche des ersten Quartals hinter sich zu lassen. Zusammen mit den besser als erwartet ausgefallenen Zahlen zur Inflation und den Reallöhnen die ebenfalls am Freitag veröffentlicht wurden, wurden Spekulationen gestützt, dass der Druck auf die US-Notenbank Fed die Zinsen, trotz der jüngst schwachen Konjunkturdaten, noch dieses Jahr anzuheben, größer werden könnte. Dies ließ den USD wieder kräftig anziehen. Beim USD/JPY führte dies zu einem Ausbruch des Währungspaares aus der Seitwärtsrange, in der er sich das Währungspaar seit Dezember letzten Jahres befand. Dabei wurde die 122,20-JPY-Marke geknackt, die das 78,6%-Retracement der Abwärtsbewegung vom Hoch in 2002 bis zum Tief in 2011, darstellt. Damit könnte sich beim USD/JPY noch weiteres kräftiges Erholungspotenzial ergeben. Eine potenzielle nächste Anlaufstation könnte das Oktober-Hoch von 2002 bei knapp 129 JPY darstellen. Auf der Unterseite stellt nun die 121,80-JPY-Marke eine potenzielle Unterstützung dar. Durch die enge Korrelation des USD/JPY-Wechselkurses mit dem Nikkei 225, ergibt sich auch beim japanischen Leitindex damit weiteres Gewinnpotenzial. Hinzu kommt hier auch noch die Aussicht auf gute Geschäfte in Asien durch Konjunkturstimuli in Form von zahlreichen Infrastrukturprojekten in China. Übergeordnet könnte das 2000-Hoch um knapp 20.800 Zähler ein potenzielles Anlaufziel für die Bullen darstellen. Auf dem Weg dorthin, könnte ein charttechnischer Widerstand um 20.590 Zähler lauern. Auf der Unterseite stellt nun etwa die 20.250-Punkte-Marke einen potenziellen Widerstand dar. Wie gegen den JPY legte der USD auch gegen den EUR kräftig zu. Bereits nach Verkündung der US-Inflationszahlen letzte Woche brach der EUR/USD-Kurs unter die charttechnisch wichtige Marke bei 1,105 USD. Dabei wurde auch die Aufwärtstrendlinie von Mitte April nach unten durchbrochen. Aktuell testet der Kurs die 61,8%-Retracement-Marke der Erholungsbewegung vom Tief im April zum Hoch bei fast 1,15 USD im Mai. Kann sich der Kurs hier nicht stabilisieren, könnte der Kurs als nächstes die 1,0810-USD-Marke ansteuern. Die 1,105-USD-Marke fungiert nun als potenzieller Widerstand. Erst wenn diese Marke zurückerobert werden kann, dreht der Bias für den EUR/USD wieder und übergeordnet die 1,20-USD-Marke erscheint wieder möglich. Trotz der rekordhohen Niveaus der US-Leitindizes Dow Jones und S&P 500 bleibt der signifikante Ausbruch nach oben aus. Je länger Anschlusskäufe auf sich warten lassen, desto höher ist das Risiko dass es wieder zu einem empfindlichen Rücksetzer kommt, der das positive Signal der Rekordmarken negiert und sich der Anstieg als Fehlausbruch herausstellt. Aktuell kämpft der S&P 500 gegen die Deckungslinie vom 23. März-Hoch. Ein Ausbruch darüber könnte den Weg frei machen bis etwa zur 2.158-Punkte-Marke wo die Deckungslinie vom Hoch von Ende Dezember verläuft. Diese stellt allerdings gleichzeitig die ober Begrenzung eines bärischen Keils dar. Sollte der S&P 500 allerdings wieder unter 2.115 Zähler fallen, dann könnte es zu einem stärkeren Rücksetzer kommen, der die Stimmung an den US-Börsen empfindlich belasten könnte. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Abschlägen zu den jeweiligen Schlusskursen vom Freitag gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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