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Goldpreis plötzlich schwach: Die Gründe!

Der Goldpreis (-0,13% auf $1837) steht aktuell unter Druck. Anleger, die Gold kauften, in der Hoffnung, dass der Goldkurs 2021 oder darüber weiter steigen wird, müssen jetzt bangen. Während der Bitcoin neue Rekordkurse erreichte bewegte sich der Goldpreis in Euro und Dollar nur seitwärts. Nun ist eine Unterstützung im Chart-Verlauf vom Goldpreis bei 1863 Dollar nicht nur gebrochen, sondern vielmehr sogar vorläufig als Widerstand bestätigt worden. Das wirft Schatten auf die mögliche Goldpreisentwicklung im Jahr 2021.

JP Morgan nicht gut auf den Goldpreis zu sprechen

In dem einen oder anderen Gold Forum unterhalten sich kurzfristig orientierte Anleger bereits über Umschichtungen in andere Vermögenswerte. Das ist auch eine zentrale Investment-These der US-Investmentbank JP Morgan: Dort rechnet man damit, dass die wachsende Akzeptanz des Bitcoin und anderen Kryptowährungen in der Mainstream-Finanzbranche der Goldanlage schaden könnte. Haben Goldkäufer und Anhänger des gelben Edelmetalls angefangen, ihre Mittel in Bitcoin zu tauschen? 

"Die Akzeptanz der Bitcoin-Anlage bei institutionellen Investoren hat gerade erst begonnen, während sie bei Gold bereits weit fortgeschritten ist", schreibt JP Morgan, die eigene Geschäftsinteressen im Krypto-Bereich hegen. So wurde erst vor kurzem eine eigene Krypto-Währung von JP Morgan lanciert. Alles nur Eigeninteresse?


Goldpreis mit Trendwendeformation (123-Top), Quelle: CMC Markets

Technisch sieht es im Verlauf aktuell im Goldpreis unter 1863 Dollar pro Unze eher angeschlagen aus. Am 23. November ist eine Trendwendeformation in Form eines 123-Tops   entstanden. In dieser Woche wurde dieses Top bestätigt. Einerseits lässt sich im Verlauf des Dienstags und Mittwochs ein so genanntes "bearish engulfing pattern" erkennen - eine Kerzenformation, die einen Widerstand bestätigt. Im September, Oktober und Anfang November waren die Anleger noch anderer Meinung, was diesen Kurs anbelangte. 

Goldpreis: Die neue Rolle von 1863 Dollar

Damals hatten Anleger Gold gekauft, da sie der Meinung waren, dass es tiefer nicht gehen wird und diesen Preis als attraktives Einstiegsniveau angesehen haben. Jetzt haben sie diesen Kurs als attraktiven Ausstiegspreis interpretiert. So ändern sich die Zeiten. Solange der Goldkursverlauf darunter ist kann von einer technisch angeschlagenen Ausgangslage im Gold-Chart gesprochen werden. Eine Korrektur bis 1732 Dollar könnte bevorstehen. Über 1863 Dollar könnte sich die Situation technisch aufhellen. 

Goldpreis in Euro ebenfalls angeschlagen

EUR/USD hat sich in den letzten Wochen kräftig erholt. Die negative Korrelation zum Goldpreis ist komplett aufgebrochen. Der schwächere Dollar hat nicht zu einem festeren Goldpreis geführt. Seit Anfang August ist der Goldpreis auch in Euro gefallen, und zwar um rund 13%. Das tut der Liebe der Deutschen zu Gold keinen Abbruch. Börsennotierte Gold-Produkte, so genannte ETPs oder ETCs wie Xetra-Gold zählen zu den beliebten Produkten an der Börse. Bei Gold-ETPs ist Deutschland sogar der drittgrößte Markt weltweit, hat das Marktforschungsinstitut Hall & Partners ermittelt. Gut 10% der weltweiten Nachfrage nach Münzen und Barren aus Gold stammt der Studie zufolge aus Deutschland. Doch die spekulative Nachfrage nach Gold und die Investmentnachfrage richtet sich freilich nicht ausschließlich nach der deutschen Nachfrage, sondern nach der weltweiten. Und das Angebot durch die weltweiten Goldminen könnte nach einem Rückgang in diesem Jahr im Jahr 2021 angesichts zeitweise auf Rekordniveau befindlicher Goldpreise auf den höchsten Stand jemals steigen

Worauf es nicht ankommt

Weder die Nachfrage der Zentralbanken nach Gold, noch der Verlauf der indischen Hochzeitssaison spielen eine wirklich tragende Rolle, wenn es um spekulative und damit auch deutlich sichtbare Trendbewegungen im Gold geht. Alles jemals auf der Welt geförderte Gold befindet sich im Umlauf und das Verhältnis der weltweiten Beziehungen zwischen Angebot und Nachfrage spielen dabei nur eine nachgelagerte Rolle. Das World Gold Council schätzt, dass das jemals in der Menschheitsgeschichte geförderte Gold sich im Jahr 2019 auf 190.000 Tonnen beziffert. Die Schätzungen weichen dabei bis zu 20 % ab. Ein mögliches Angebotsdefizit oder ein Überschuss bei einer Goldproduktion von nur 3300 Tonnen pro Jahr fällt da nur nachrangig ins Gewicht.

Worauf es ankommt

Es geht eher darum, wie der weltweite Goldschatz zu bewerten ist und welchen Preis die Menschen dafür für angemessen erachten. Historische Betrachtungen des Goldpreises belegen, dass die Realzinsentwicklung eine maßgebliche Rolle dabei spielt, ob sich am Goldmarkt ein Trend aufbauen kann und auch, ob dieser Trend aufwärts oder abwärts gerichtet ist. Abwärts gerichtet ist er, wenn der Realzins steigt, und umgekehrt. Der Realzins errechnet sich, in dem man den Nominalzins ermittelt und davon die Inflationsrate abzieht. Als Nominalzins für den US-Dollar-Goldpreis kann man die zehnjährigen amerikanischen Staatsanleihen betrachten. Die Rendite dieser Staatsanleihen sank von Sommer 2018 bis Sommer 2019 von 3,2 % bis 1,5 % und bis Winter 2020 auf 0,95%, wobei am 4. August dieses Jahres ein Stand von nur noch 0,52% erreicht wurde. Der Goldpreis in US-Dollar bis August auf einen neuen Rekordstand und bewegt sich seither umgekehrt zu den Zinsen abwärts (die Inflationsrate hat sich nicht maßgeblich verändert). Das war die tragende Säule hinter der Goldpreisentwicklung in dieser Zeit. 

 


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