Mehrere rote Kerzen in Folge und eine wachsende Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung der Federal Reserve im Dezember haben den Goldpreis 76 USD oder 5,6% fallen lassen. Nun ist die 200-Tage-Linie erreicht und der Wahlkampf zwischen Hillary Clinton und Donald Trump geht in die finale Phase. Technische Käufer und eine Flucht in sichere Häfen könnten den Goldpreis also temporär stützen.

Nachdem es im vierten Quartal 2015 einen gerundeten Boden ausbildete hat Gold am 6. Juli ein wichtiges höheres Hoch bei 1375,26 USD/Unze etabliert. Dieses Hoch lag über 1307 USD/Unze und unterbrach damit nach der Trendfolge betrachtet den Abwärtstrend, der seit September 2011 Bestand hatte. Damals notierte der Goldpreis bei 1921 USD/Unze – ein neues zumindest nominales Allzeithoch des Edelmetalls. 221 Wochen später war der Goldpreis bei 1046 USD/Unze angelangt. Der Bärenmarkt hatte also einen Preisverlust von 873 USD/Unze oder 45% mit sich gebracht. Am Ende dieser Talfahrt war die Stimmung bei den meisten Anlegern entweder von bullisch auf bärisch oder von bullisch auf „will davon nichts mehr wissen!“ umgeschwungen – ein perfekter Nährboden für die Bodenbildung, die man im obigen Tageschart skizziert sehen kann (gerundeter Boden). 29 Wochen nach diesem Tief – am 6. Juli - unterbrach der Goldpreis seinen Abwärtstrend aus Sicht der Markttechnik. Die Frage ist: Entwickelt sich daraus jetzt ein neuer Aufwärtstrend? Die seit dem 6. Juli laufende Abwärtsbewegung kann als eine Korrektur einer übergeordneten intakten Aufwärtsserie aus höheren Hochs und höheren Tiefs eingestuft werden. Daraus kann sich durchaus ein neuer, mehrjähriger Bullenmarkt entwickeln. Diese Annahme ist technisch betrachtet solange intakt, wie der Goldpreis über dem letzten höheren Tief bei 1199 USD/Unze verharrt.

Das letzte höhere Hoch vom 6. Juli lag bei 1375 USD/Unze. Bildet Gold auf oder über 1199 USD/Unze ein höheres Tief aus und steigt der Preis anschließend über 1375 USD/Unze – also auf ein höheres Hoch - kann aus Sicht der Trendfolge von einem neuen übergeordneten Aufwärtstrend, von einem neuen Bullenmarkt gesprochen werden. Würde Gold allerdings unter 1199 USD/Unze rutschen müsste man von dieser Erwartungshaltung Abstand nehmen. Dann stellte der Ausbruch über 1307 USD/Unze lediglich eine Unterbrechung in einem noch immer nicht beendeten Bärenmarkt im Gold dar. Dann wären auch neue Tiefs unter 1046 USD/Unze analytisch wieder ableitbar.

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