Marktupdate: DAX bleibt im Korrekturmodus / Geopolitische Risiken und Fed-Sitzung diese Woche im Fokus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nachdem die Senkung der globalen Konjunkturprognose der Weltbank letzte Woche wie ein Katalysator für eine Korrektur an den Märkten gewirkt hat, stellen sich die Marktteilnehmer nun die Frage, wie weit diese gehen wird. Hier treten aktuell wieder geopolitische Risiken mit der Ukraine-Krise und insbesondere dem Vormarsch der islamistischen Terrororganisation Isis im Irak in den Fokus. Damit verknüpft sehen wir gegenwärtig einen rapiden Anstieg der Rohölpreise die wiederum die globale Wirtschaftserholung dieses Jahr beeinträchtigen könnten. Investoren blicken allerdings auch wieder kritischer auf die wirtschaftliche Frühjahrsbelebung in den USA, nachdem die Mai-Einzelhandelsumsätze in der größten Volkswirtschaft der Welt schwach ausgefallen waren. Trotz der hinter den Erwartungen zurückgebliebenen US-Konjunkturdaten am Freitag, konnten die US-Märkte zum Ende der Woche hin ein leichtes Plus* verteidigen und halfen dem DAX, der am letzten Handelstag der Woche intraday bis auf knapp 8.828 Punkte zurückgefallen war sich wieder etwas zu erholen. Aktuell handelt der deutsche Leitindex knapp über einer charttechnischen Unterstützung bei 9.865 Zählern. Der Kalender dieser Woche ist prall gefüllt mit wichtigen Wirtschafterminen, die den Märkten entscheidende Impulse liefern dürften. Im Hinblick der geldpolitisch getriebenen Märkte ist dies zum einen der Entscheid der US-Offenmarktausschuss-Sitzung, der am Mittwoch erwartet wird. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass die amerikanische Notenbank eine weitere Reduzierung des Volumens ihrer monatlichen Anleihekäufe um 10 Milliarden auf dann 35 Milliarden US-Dollar beschließen wird. Investoren werden insbesondere darauf achten, ob die US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen Hinweise darauf geben wird, wann die Zinsen in den USA erhöht werden könnten. Im Hinblick auf eine Bewertung der US-Wirtschaft dürften auch die US-Inflationszahlen für den Monat Mai am Dienstag im Fokus stehen. Für den europäischen Raum wartet unter anderem der ZEW-Index morgen und die Sitzungsprotokolle der letzten Zinssitzung der Bank of England auf ihre Veröffentlichung. Der britische Zentralbankchef Mark Carney hatte mit seiner jüngeren Aussage, dass eine Zinswende schneller kommen könnte, als die Finanzmärkte erwarten, zu einer erhöhten Nachfrage nach dem GBP geführt. Die heute veröffentlichten endgültigen Berechnungen des europäischen Statistikamtes Eurostat bestätigten die niedrige Verbraucherpreisteuerung von lediglich 0,5 Prozent im Mai, nachdem im April noch 0,7 Prozent ausgewiesen wurden. Damit bleibt der Druck auf die Europäische Zentralbank dem Risiko eines Abgleitens in die Deflation entgegenzusteuern aufrecht. In Erwartung einer weiteren Lockerung der europäischen Geldpolitik hatte der EUR gegenüber USD abgegeben, stieß aber bei knapp über 1,3520 US-Dollar zuletzt auf Nachfrage. Charttechnisch gesehen hat der Bruch einer langfristigen, bullischen Fibonacci-Fächerlinie das Chartbild weiter eingetrübt wodurch weitere Verluste bis zu einer potenziellen Unterstützung bei 1,3480 denkbar sind. Der RSI und MACD signalisieren auf aktuellem Niveau wiederum einen überverkauften Markt und damit auch das Potenzial für eine technische Erholung. Am Nachmittag werden aus den USA Zahlen zur Industrieproduktion im Monat Mai erwartet, die eine Steigerung gegenüber dem Vormonat von 0,5 Prozent*** ausweisen könnten. Vorbörslich handelt der Dow Jones gegenwärtig knapp 0,3 Prozent unter seinem Freitagsschlusskurs, während der S&P 500 aktuell mit einem Abschlag von 0,4 Prozent* gehandelt wird. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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