Marktupdate - DAX kann leicht zulegen / Gemischte Werte bei europäischen Einkaufsmanager-Indizes

Marktupdate - 06.01.2013 - Stand: 13:05 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Der deutsche Leitindex hält sich zu Beginn der Woche über der 9.400-Punkte-Marke. Der MDAX und TecDAX verzeichnen ein leichtes Plus*. Laut Markit-Umfrage zeigte sich eine leichte Abschwächung des deutschen Wirtschaftswachstums des im Dezember. Der Markit-Einkaufsmanagerindex der gesamten Privatwirtschaft in der Euro-Zone konnte wiederum ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch erreichen. Das Markit-Forschungsinstitut veröffentlichte heute seinen Dienstleistungsbarometer für die Länder der Euro-Zone. Für Deutschland fiel der entsprechende Wert im Dezember gegenüber dem Vormonat um 2,2 Zähler auf 53,5, wobei der November-Wert ein Zweieinhalb-Jahres-Hoch darstellte. Letzte Woche wurde vom selben Institut bereits ein kräftiger Anstieg** des Dezember-Barometers beim produzierenden Gewerbe, vermeldet. Für Frankreich, bei dem der Einkaufsmanagerindex des verarbeitende Gewerbes im Dezember das 22te Mal in Folge gesunken ist, fiel** der entsprechende Dienstleistungsbarometer auf 47,8 Zähler, übertraf allerdings die Prognose***. Da Werte unter 50 eine Kontraktion signalisieren, deuten die Wirtschaftsdaten darauf hin, dass Frankreich gegen Ende 2013 in eine Rezession abgerutscht sein könnte. Auf gesamteuropäischer Ebene zeigt sich ein positives Bild. Zwar fiel der Indexwert für das Dienstleistungsgewerbe gegenüber dem Vormonat im Dezember um 0,2 Zähler auf 51. Der Einkaufsmanagerindex der gesamten Privatwirtschaft, also inklusive dem produzierenden Gewerbe, stieg im Dezember allerdings um 0,4 Punkte** auf 52,1 und damit dem höchsten Wert seit zweieinhalb Jahren. Der Sentix-Index zum Investorenvertrauen in der Euro-Zone stieg im Januar um 3,9 Punkte** auf 11,9 Zähler und damit auf den höchsten Wert seit Februar 2006. Aus den USA wird heute der ISM-Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im Dezember erwartet. Analysten gehen von einer Steigerung auf 54,5 Zähler, nach 53,9 im Vormonat, aus. Damit könnte sich das Bild einer Erholung der größten Volkswirtschaft der Welt verdichten. Letzte Woche wurde bereits ein positiver Wert für das entsprechende produzierende Gewerbe vermeldet. Zudem soll heute die Entwicklung der Fabrikbestellungen für den November veröffentlicht werden. Nach einem Rückgang von 0,9 Prozent im Oktober im Vergleich zum Vormonat, gehen Schätzungen von einem Anstieg der Aufträge um 1,5 Prozent von Oktober auf November, aus. Vor Markteröffnung handelt der Dow Jones gegenwärtig knapp 20 Punkte über dem Freitags-Schlusskurs. Der S&P 500 wiederum ist kaum verändert. Das heftige Winterwetter in den USA treibt die Nachfrage nach Erdgas und Weizen. In vielen Regionen der USA sanken die Temperaturen laut dem National Weather Service auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren. Da das kalte Wetter die Ernte bedroht, erhöhten sich zuletzt die Preise für Weizen. Auch Erdgas verteuerte sich zuletzt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden