Marktupdate - DAX pendelt um Vortagesschlusskurs / EZB lässt Leitzins unverändert
Marktupdate - 09.01.2014 - Stand 14:45 Uhr Andreas PAciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Nachdem am Morgen der deutsche Leitindex nach eher negativen Vorgaben aus Asien und den USA abgeben musste*, übernahmen die Bullen dort am 55-Stunden-Durchschnitt wieder das Zepter. Es folgte eine kleine Rally die die Notierung bis auf rund 9.540 brachte, bevor der Index wieder abgab. Der MDAX und TecDAX können die Kursgewinne* hingegen verteidigen. Der gestern veröffentlichte ADP-Jobreport für den Monat Dezember verfestigte das Bild eines sich weiter erholenden US-Arbeitsmarktes. Am Abend folgten die Sitzungsprotokolle der letzten Offenmarktausschuss-Sitzung am 17. und 18. Dezember, in der eine Reduzierung des monatlichen Anleihekaufprogramms um 10 Milliarden US-Dollar auf 75 Milliarden US-Dollar ab Januar, beschlossen wurde. Die Protokolle gaben keine Hinweise auf einen zeitlichen Fahrplan der Reduzierung, allerdings scheint sich unter den Notenbankern die Meinung durchzusetzen, dass die milliardenschweren Anleihekäufe kaum noch einen volkswirtschaftlichen Nutzen hätten. Es wurde im Gegenteil beklagt, dass die Marktteilnehmer wieder größere Risiken eingehen würden. Es schien Einigkeit darüber zu herrschen, dass bei einer Fortsetzung der aktuellen, positiven Entwicklung, das Kaufprogramm in der zweiten Jahreshälfte auslaufen kann. Am Mittag zeigten die Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums ein spürbares Anziehen der deutschen Industrieproduktion im November. So stieg im Vergleich zum Oktober der Ausstoß um 1,9 Prozent und übertraf damit die Analysten-Erwartungen, die von 1,5 Prozent ausgegangen waren. Damit verdichten sich die Anzeichen, dass die deutsche Industrie zum Jahresende hin noch einmal Richtung in Schwung gekommen ist. Unter den Einzelwerten hebt sich Daimler nach Zahlen zu Auto-Verkäufen in China, ab. Laut dem Autobauer, konnte letztes Jahr in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt der Absatz von Autos der Marke Mercedes-Benz um 11 Prozent gesteigert werden**. Am Mittag beließ die Europäische Zentralbank den Leitzins im Euroraum unverändert auf dem Rekordtief von 0,25 Prozent. Dies war von der Mehrheit der Analysten erwartet worden***. Nichtsdestotrotz, war dieser Schritt nicht eindeutig vorhersehbar, da die zuletzt sehr niedrige Inflation im Währungsraum, Befürchtungen um Deflationsrisiken Nahrung gegeben hat. Vorbörslich handelt der Dow Jones und S&P 500 gegenwärtig über den jeweiligen Vortagesschlusskursen. Aus den USA folgen am Nachmittag weitere wichtige Arbeitsmarktdaten, wie den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung sowie den fortgesetzten Arbeitslosenansprüchen für die letzte Woche. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden