DAX fällt unter 12.200 Zähler / EUR und Rohölpreis zieht wieder an, Fokus auf US-Konjunkturdaten und -Quartalsberichte
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst In der gestrigen Pressekonferenz konnte Mario Draghi die Spekulationen um ein vorzeitiges Auslaufen des QE-Programmes bei verbesserter Datenlage nicht ganz ausräumen. Damit bleibt das Thema auf dem Tisch und in den Hinterköpfen der Marktteilnehmer. Die zwei anderen Treiber des Deutschen Aktienindex der vergangenen Wochen könnten vor einer Trendwende stehen, der schwache Euro und die niedrigen Rohölpreise. Somit sehen einige Anleger die Zeit gekommen, ihre Gewinne erst einmal mitzunehmen, was den DAX heute Morgen stärker unter Druck bringt. Der Rohölpreis hat gestern eine wichtige charttechnische Marke durchbrochen und damit das Potenzial zu einer kräftigeren Erholung. Ein stärkerer Euro und höhere Energiepreise könnten die Inflation auch in der Eurozone wieder steigen lassen, was die Datenlage für die EZB beeinflussen dürfte. Dazu kommen noch gedämpfte Konjunkturaussichten aus China und den USA, was die Stimmung an den Börsen trübt. Nun dürfte umso stärker die Quartalsbilanz in den Fokus rücken. In den USA lieferten die großen Namen bisher Ergebnisse ab die die Erwartungen schlugen oder zumindest nicht allzu sehr enttäuschten. Heute stehen mit Goldman Sachs und der Citigroup wieder die Zahlen großer Bankentitel im Fokus. Aus Deutschland überraschte heute Zalando positiv und kann sich heute gegen den allgemeinen Abwärtstrend an den deutschen Börsen stemmen. Aktuell notiert das Papier knapp 9 Prozent* im Plus. Die gestrigen US-Konjunkturdaten in Form des Empire-State-Index des verarbeitenden Gewerbes und der Zahlen zur Industrieproduktion im März brachen überraschen stark ein. So drosselten die US-Unternehmen ihre Produktion im März so stark wie seit knapp zweieinhalb Jahren nicht mehr. Heute wird der Philadephia-Fed-Index für den Monat April erwartet, der nach dem Einbruch des Empire-State-Index ebenfalls eine negative Überraschung parat halten könnte. Erwartet wird ein Anstieg auf 6 von zuvor 5 Zählern. Darüber hinaus werden noch die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung erwartet. Der vollständige Abverkauf der Ausbruchsrally von Freitag letzter Woche trübt das Chartbild des DAX ein. Aktuell wird die steile Aufwärtstrendlinie vom 15. Januar getestet sowie die potenzielle Unterstützung bei 12.150 Zählern. Fällt der Kurs unter 12.110 Punkte zurück, dann könnte zunächst die Nachfrage um 12.040 Zähler geprüft werden. Darunter droht bereits das Schließen des Gaps um 11.980 Zähler, was weiteres Risiko nach unten offenlegen würde. Die US-Indizes konnten gestern leicht von den gestiegenen Rohölpreisen profitieren, die zu einer starken Nachfrage nach Aktien von Energie-Unternehmen führte. Zudem zeigen sich die Anleger etwas beruhigter aufgrund der bisher relativ positiv verlaufenden Quartalsberichtssaison. Die schwachen Konjunkturdaten lassen zwar die Wahrscheinlichkeit einer allzu raschen Zinswende in den USA sinken, andererseits belasten die schwachen US-Konjunkturdaten. Umso genauer dürften die Marktteilnehmer den weiteren Verlauf der Geschäftszahlen zum ersten Quartal beobachten. Der Rohölpreis der Referenzsorte WTI konnte gestern mit dem Anstieg über 54 USD eine wichtige Kursmarke hinter sich lassen. Der Ausbruch aus der Handelsrange in der der Kurs sich seit Beginn des Jahres befand, könnte dem WTI-Kurs Potenzial in Richtung 59 USD eröffnen. Ein Rückfall auf die 54-USD-Marke ist nicht ausgeschlossen und hier wird sich zeigen müssen, ob die Bullen diese Zone verteidigen können oder hier ein Fehlausbruch erfolgt ist. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Aufschlägen zu den jeweiligen Schlusskursen von gestern gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. 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