Marktupdate - DAX knapp unterhalb 9.300 Punkten / Entwicklung in der Ukraine und chinesische Konjunkturdaten verbleiben im Fokus

Marktupdate - 11.03.2014 - Stand: 11:50 Uhr Andreas Paciorek / Marktanalyst CMC Markets UK Plc Nach den starken Kursabgaben die auf der Zuspitzung der Situation in der Ukraine folgten und dem unerwarteten Einbruch der chinesischen Exporte im Februar, scheinen die MĂ€rkte sich gegenwĂ€rtig etwas zu beruhigen. Die Erholung an den RohstoffmĂ€rkten und an den asiatischen Börsen in der Nacht konnte die Talfahrt des DAX heute Morgen etwas stoppen. Der deutsche Leitindex konsolidiert gegenwĂ€rtig knapp unter 9.300 Punkten. Nichtsdestotrotz, bleiben die Investoren wachsam ob der Entwicklungen in der Ukraine, als auch den Konjunkturdaten aus China. Das von der chinesischen Regierung ausgegebene Wachstumsziel von 7,5 Prozent fĂŒr 2014** wird von den MĂ€rkten als relativ sparsames Ziel interpretiert, was an den MĂ€rkten auch Sorgen um die chinesische Dynamik hervorruft. Charttechnisch gesehen konsolidiert der DAX gegenwĂ€rtig in der NĂ€he des 23,6%-Fibonacci-Retracement-Levels. Um dieses Kursniveau herum, scheinen die Bullen und BĂ€ren hier ihre Stellungen zu beziehen.. In der Ukraine-Krise deuten die letzten Entwicklungen auf eine Zuspitzung der Krise hin. Die NATO beschloss zuletzt AufklĂ€rungsflugzeuge an die Grenze der Ukraine zu verlagern, wĂ€hrend China die guten Beziehungen zu Russland betont und damit der politischen Isolation Russlands durch den Westen entgegenwirkt. Am Vormittag wurden fĂŒr Deutschland durch das Statistische Bundesamt Zahlen zum Außenhandel veröffentlicht. Demnach haben die Exporte im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,9 Prozent und im Vergleich zum Dezember 2013 um 2,2 Prozent angezogen. Auf der Import-Seite wurde auf Jahressicht ebenfalls ein Zuwachs vermeldet. Da die Importe stĂ€rker zunahmen als die Exporte reduzierte sich der AußenhandelsĂŒberschuss. FĂŒr Italien bestĂ€tigte die Statistikbehörde des Landes ihre vorlĂ€ufige SchĂ€tzung zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im vierten Quartal 2013. Demnach sei im Vergleich zum Vorquartal die italienische Wirtschaft real um 0,1 Prozent gewachsen und konnte damit die lĂ€ngste Rezession in ihrer Geschichte ĂŒberwinden. Damit mehren sich die positiven Daten aus der drittgrĂ¶ĂŸten Volkswirtschaft der Welt. Bereits gestern vermeldete das italienische Statistikamt Istat einen Anstieg der Produktion im Verarbeitenden Gewerbe im Januar um 1 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Frankreich hingegen zeigte wiedermal SchwĂ€che mit einem RĂŒckgang um 0,2 Prozent des Industrieausstoßes im Januar gegenĂŒber dem Dezember. Die Industrieproduktion in Großbritannien ist laut britischer Statistikbehörde im Januar auf Jahressicht um 2,9 Prozent angewachsen, wohingegen Analysten im Vorfeld 3 Prozent*** erwartete hatten. Als eine Volkswirtschaft, die besonders stark vom Dienstleistungssektor abhĂ€ngt, stellt ein Anziehen der verarbeitenden Industrie das Wirtschaftswachstum des Landes auf eine noch breitere Basis. Vorbörslich handelt der Dow Jones und S&P 500 gegenwĂ€rtig etwas unter den jeweiligen Vortagesschlusskursen. * GegenĂŒber dem Vortagesschlusskurs ** GegenĂŒber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur VerfĂŒgung gestellt werden