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Dramatischer Ölpreis-Verfall: Haben die Energiemärkte einen Boden ausgebildet?

CMC Markets

03-6-2020 10:04:44Die weltweiten Energiepreise machen einen Ausflug ins Bärenland und solange rote Vorzeichen die weltweiten Energiepreise beherrschen äußern immer mehr Anleger den Verdacht, dass das erst der Anfang eines größeren Einbruchs sein könnte. Die Aktienkurse von Gazprom, Chevron, ExxonMobil und Shell brechen ein. Der CMC Markets Energie-Index ist wie ein Stein gefallen. 

Die Preise für Benzin, Diesel, Heizöl, Rohöl und Erdgas, die im CMC Markets Energie-Index zusammengefasst sind, hatten einen enttäuschenden Start in dieses Jahr. Während der Aktienmarkt sich bereits wieder kräftig erholen konnte bleiben die Energiepreise am Boden. Seit Anfang Februar ist der Germany 30 Cash CFD um 2,7% gestiegen. Der CMC Markets Energie-Index hat hingegen über 4% an Wert verloren.

Aktien: Ist günstiges Öl schädlich?

Die Krise wird bei Aktien auf das Szenario einer vorübergehenden konjunkturellen Delle in einem möglicherweise bereits begonnenen globalen wirtschaftlichen Aufschwung reduziert. Statt auf das Virus konzentrieren sich die Investoren längst schon wieder auf die steigenden Gewinnerwartungen vor allem für die Unternehmen aus den USA. Der DAX wird außerdem durch die tiefen Energiepreise getrieben. Schließlich muss Deutschland Energie importieren, während die USA zum mittlerweile größten Ölproduzenten der Welt avancierten. An der Wall Street bewertet man die Schwankungen des Ölpreises mittlerweile neutral. Steigt der Ölpreis, bleibt weniger Geld in den Taschen der Verbraucher, die zwar weniger konsumieren. Dagegen ist die Ölindustrie aber bereit, mehr zu investieren, was sich - und hier streitet sich die Fachwelt nur noch über Details - aufhebt. Einige sehen sogar positive Effekte.

Worauf die OPEC jetzt blicken dürfte

Die OPEC, die sich um Russland und weitere Länder zur OPEC+ erweiterte, um der wachsenden Konkurrenz aus den USA besser entgegentreten zu können, will ihre im November entschiedenen Fördermengenkürzungen um 1,4 Millionen Barrel bis Jahresende und damit länger als ursprünglich geplant beibehalten. Ob das genügen wird, um die Ölpreise zu stabilisieren? Ein Blick auf den Energie-Index-CFD von CMC Markets, der neben Brent, WTI und Erdgas auch die Mineralölprodukte Diesel, Benzin und Heizöl enthält, zeigt zaghafte Ansätze einer Bodenbildung. Der folgende Chart zeigt den Tageskerzenchart des CMC Energie-Index. Ein Tagesschlusskurs über 845,73 Punkten könnte ein 123-Tief entstehen lassen. 

Energie im großen Bild: Trübe Aussichten

Auch wenn der Energie-Index im Tageschart einen Boden ausbildet wäre die Situation übergeordnet noch nicht gerettet. Im Wochenkerzenchartintervall haben wir ein aktives 123-Top mit einer laufenden Bewegung. Man kann sich an eingezeichneten Fibonacci-Marken orientieren, um mögliche Unterstützungen und Widerstände zu erkennen.  

Verschärfte Reiserestriktionen im Zusammenhang mit dem nCoV-Coronavirus haben sich belastend auf die Energiepreise ausgewirkt und das hängt zusammen mit einer wirtschaftlichen Verlangsamung in China und Indien - zwei der größten Ölverbraucher der Welt. Die Gefahrenzone für den Preis von Rohöl (WTI) Cash beginnt bereits unter 51,41 US-Dollar pro Barrel. Wir notieren nun genau an dieser Marke. Stellt sich diese Marke als nicht haltbar heraus wäre die Bodenbildung des Jahres 2016 in Frage zu stellen. Hält diese Unterstützung könnte der Ölpreis zu einer Stabilisierung ansetzen. Man könnte sich dann an den eingezeichneten Fibonacci-Marken orientieren, um mögliche Unterstützungen und Widerstände zu erkennen. 

Quartalszahlen enttäuschen größtenteils

Unter all diesen Turbulenzen haben BP, Chevron, Exxon und Shell kürzlich ihre Quartalszahlen für das vierte Quartal gemeldet. Hier ist, was sie berichteten: 

Shell Aktie enttäuscht Investoren

Trotz des makroökonomischen Gegenwinds gelang es Shell, im Jahr 2019 einen Cashflow von 47 Mrd. USD zu erwirtschaften und Dividenden und Aktienrückkäufe in Höhe von über 25 Mrd. USD zu tätigen (Shell ist schließlich der größte Dividendenzahler der Welt).

Ein Rückgang des Gewinns im vierten Quartal um fast 50% auf 2,9 Mrd. USD gegenüber dem Vorquartal zwang den gemischten Energiekonzern jedoch dazu, sein Aktienrückkaufprogramm zu bremsen, was das Risiko erhöht hat, dass das Ziel für die Ausschüttung von Investoren bis 2020 verfehlt wird.

Shell plant nun, bis zum 27. April Aktien im Wert von 1 Milliarde US-Dollar zurückzukaufen - deutlich unter dem Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2019. Die Anleger zeigten sich nicht beeindruckt. Die Nachricht ließ die Aktien des größten europäischen Ölkonzerns um 3,7% nachgeben.

BP Aktie trotzt niedrigeren Öl- und Gaspreisen

 

Das multinationale Unternehmen erzielte am 4. Februar ein besser als erwartetes Jahresergebnis. Der Gewinn aus den zugrunde liegenden Wiederbeschaffungskosten belief sich 2019 auf 10 Mrd. USD. Dies entsprach einem Rückgang von 21% gegenüber 12,7 Mrd. USD im Jahr 2018 nach Angaben von Refinitiv.

Unterdessen geht BP-Finanzvorstand Brian Gilvary davon aus, dass der Ausbruch des Coronavirus die Ölpreise erheblich beeinträchtigen wird. Er sagte CNBC kürzlich in einem Interview, dass es einen Nachfragerückgang bis zu 300.000 bis 500.000 Barrel Öl pro Tag im Jahr 2020 auslösen könnte.

"Ich denke, in Bezug auf die Preisrichtung werden alle Wege dazu führen, dass die OPEC alles tun wird, um das System so auszugleichen, dass es wieder Preise zwischen etwa 60 bis 65 US-Dollar pro Barrel erreicht", fügte er hinzu.

ExxonMobil und Chevron halten an Ausgabenplänen fest

Trotz des Gegenwinds in der Branche beschlossen ExxonMobil und Chevron, ihre milliardenschweren Investitionspläne für 2020 zu bekräftigen.

Der Vorstandsvorsitzende von Exxon Darren Woods hielt an der letztjährigen Investitionsprognose für 2020 von 33 bis 35 Milliarden US-Dollar fest. "Wir wissen, dass die Überkapazitäten normalerweise schneller schrumpfen werden, als man denkt, und die Gewinnspannen steigen “, sagte Wood in einem Gespräch mit Analysten.

Er sagte, dies sei der Zeitpunkt, an dem neue Kapazitäten benötigt würden. "Dies sind die klassischen Preiszyklen der kapitalunempfindlichen Rohstoffindustrie", erklärte er und fügte hinzu, dass Exxon fest davon überzeugt ist, dass "eine Investition in die Talsohle dieses Zyklus einige echte Vorteile hat".

Exxon meldete für das vierte Quartal einen Nettogewinn von 5,69 Mrd. USD oder 1,33 USD je Aktie nach 6 Mrd. USD im Vorjahr. Auch im Chemiegeschäft verzeichnete das Unternehmen seinen ersten Verlust seit seiner Fusion mit Mobil im Jahr 1999.

Chevron verzeichnete ebenfalls einen Ertragsverlust. Der US-Ölriese musste im vierten Quartal Vermögenswerte in Höhe von 10,4 Mrd. USD abschreiben, da die Erdgaspreise nachgaben. Die Belastungen führten zu einem Verlust von 6,6 Mrd. USD oder - 3,51 USD pro Aktie, was eine signifikante Umkehrung des Vorjahresgewinns von 3,7 Mrd. USD darstellt.

Der CEO des Unternehmens, Mike Wirth, plant, die Investitionssumme für das Jahr bei 20 Mrd. USD zu halten, was im Einklang mit den letzten zwei Jahren steht. „Zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte wurden mehr als drei Millionen Barrel Öl pro Tag pro Jahr produziert“, fügte Wirth hinzu.

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Rohöl (WTI)310:1So 00:00-Fri 23:00 (Pause tägl. 23:00-00:00 Mo-Do)
Benzin2,510:1So 00:00-Fri 22:00 (Pause tägl. 23:15-00:00 Mo-Do)
Gold0,320:1So 00:00-Fri 22:00 (Pause tägl. 23:00-00:00)
Erdgas0,310:1So 00:00-Fr 22:00 (Pause tägl. 23:00-00:00 Mo-Do)
Silber2,510:1So 00:00-Fr 22:00 (Pause tägl. 23:00-00:00)

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