Die Absicht dieses Artikels ist es allen einen Leitfaden zu bieten, die ihren Erfolg im Trading weiter ausbauen möchten. Die hier vorgestellte Strategie funktioniert in Trendmärkten und kann Ihnen helfen, Ihren Trading-Erfolg zu verbessern. 

Es ist jedoch keinesfalls eine Anleitung zum Gelddrucken. Danken Sie bitte immer daran: Ohne eigenes Engagement und den unbedingten Willen, sich selbst weiterzuentwickeln werden Sie es schwer haben an der Börse zu bestehen. Dieser Artikel ist einfach eine Sammlung von Ideen, die auf persönlicher Erfahrung, Backtests und dem Ergebnis aus Versuch und Irrtum entstanden sind. 

Sollten Sie Fragen haben scheuen Sie nicht uns zu kontaktieren. Oder schauen Sie im Chat auf CMC TV vorbei. Dort helfen sich Trader in der Community gegenseitig weiter! Wir sind außerdem auch dort zu erreichen und sind natürlich auch in unseren Büros in der Frankfurter Innenstadt sowie in der Millenium City in Wien für Sie da. Rufen Sie uns einfach an!

Den Trend identifizieren

Schauen Sie sich den Chart an und finden Sie heraus, ob es einen bedeutsamen Trend gibt.

Es gibt grundsätzlich vier Arten von Trends. Alle, die mit dem Trading anfangen, sollten sich auf bedeutsame Trends konzentrieren:

Aufwärtstrend: Höhere Hochs, höhere Tiefs

Abwärstrend: Tiefere Tiefs, tiefere Hochs

In den beiden anderen Trendarten ist es grundsätzlich schwieriger, mit beständigen Ergebnissen zu handeln und diese sollten nur von fortgeschrittenen Tradern gehandelt werden:

Korrekturen und Unsicherheit: Höhere Hochs, höhere Tiefs (Dreiecke)

Seitwärtsmärkte: Horizonatale Hochs und Tiefs

Es kann eine sehr profitable Strategie sein in einem Seitwärtsmarkt Hochs zu shorten, also an diesen Punkten auf sinkende Kurse zu setzen, während man an Tiefs entsprechend Gewinne einstreicht und in die Gegenrichtung eine Long-Position eröffnet, also auf wieder steigende Kurse bis zum letzten Hoch setzt. Ebenso können Dreiecke der Beginn von starken Trends sein oder vorgeschaltene Trends umkehren. Aufgrund der schnell wechselnden Richtung und aufgrund der Tatsache, dass man sich in diesen korrektiven Kursmustern in schnellem Wechsel für eine Richtung entscheiden muss sollten Einsteiger sich zunächst auf Trendmärkte konzentrieren.

Handelsansatz für bedeutsame Trends

Wenn Sie einen bedeutsamen Trend gefunden haben geht es im nächsten Schritt darum einen logischen Einstieg zu finden.

In einem Aufwärtstrend suchen Sie nach einem schwachen Rücksetzer, der einen Teil der aufwärts gerichteten und in Trendrichtung deutenden Bewegung herausnimmt. Sie versuchen sich also günstiger in eine laufende Trendbewegung einzukaufen und sollten niemals einem Trend nachlaufen, indem sie einfach eine lange grüne Kerze zum Einstieg nutzen und der Angst damit nachgeben, etwas verpassen zu können. Durch Geduld und aufmerksames Beobachten des Kursverhaltens während des Rücksetzers haben Sie die Möglichkeit herauszufinden, ob an bestimmten Untersterstützungen oder durch bestimmte Indikatorsignale neues Kaufinteresse in den Markt kommt. Wie Sie das machen bleibt Ihnen überlassen, sei es durch die Verwendung eines Fibonacci-Werkzeugs, durch das Abwarten einer bullischen Stochastik-Überkreuzung oder durch die Herausbildung bullischer Kerzenmuster - mit der Zeit werden Sie die Einstiege meistern. Ziel ist es wie bereits geschrieben eine schwache Korrektur in einem starken Trend zu kaufen. 

Ein Stop sollte in einem Aufwärtstrend unter das letzte Tief der letzten Aufwärtsbewegung gesetzt werden. 

Läuft die Bewegung wie geplant an und dreht der Preis wieder nach oben sollte der Stop möglichst schnell auf das gerade gebildete neue lokale Tief nachgezogen werden:

Das umgekehrte findet bei einem Abwärtstrend statt, nur dass Sie hier Erholungen innerhalb eines bedeutsamen Abwärtstrends leerverkaufen. Sie setzen also mit einer Short-Position auf fallende Kurse, indem Sie den Markt bei schwachen Erholungen innerhalb eines starken Abwärtstrends verkaufen. 

Kursziele für das Schließen von Positionen

Ihr Ziel kann ein paar Ticks unter dem letzten Hoch oder etwa am oberen Bollingerband liegen. Sie können Ihren Stop auch unter jede Kerze setzen, die in der Bewegung auf einem neuen Hoch geschlossen hat. Oder Sie nutzen automatische nachlaufende Stoporders, so genannte Trailing-Stops, die Sie komfortabel über das Orderticket der CMC-Markets-Handelsplattform aktivieren können. Ein Trailing-Stop-Loss-Auftrag folgt einem Kurs, solange dieser sich günstig für Sie entwickelt, und hält dabei den Abstand ein, den Sie beim Platzieren des Auftrags festgelegt haben. Mehr zu unseren erweiterten Auftragsfunktionen finden Sie hier.

Sollte der Kurs sich nicht wie erwartet entwickeln und Ihr Stop wird erreicht schließt die Handelsplattform von CMC Markets die Position automatisch zum nächstmöglichen Kurs. Alternativ können Sie auch unsere garantierten Stoporders nutzen, um eine garantierte Ausführung zu erhalten. Mehr dazu finden Sie hier. 

Wenn Ihr Stop erreicht wird ist die Wahrscheinlichkeit für einen Trendwechsel gestiegen. Der Preis ist nicht wie erwartet weiter angestiegen, sondern macht ein tieferes Tief. Bleiben Sie an dieser Stelle an der Seitenlinie. In solchen Entscheidungsphasen schlägt der Markt oft unberechenbare Haken. Aktionismus und impulsives Handeln in dem Versuch, die entstandenen Verluste durchregelwidriges Handeln zurückzuholen ist nicht zu empfehlen. Sie sollten nun auf der Seitenlinie warten bis sich ein neuer bedeutsamer Trend aufbaut und Ihre Methode wieder von vorne beginnen.

Indikatoren

Indikatoren sind nicht so schlecht wie es oft behauptet wird. Grundsätzlich sind sie bloße Ableitungen des Kursgeschehens und erzählen Ihnen die gleiche Geschichte wie der Chart selbst, sie können aber helfen bestimmte Extremata im Preisverlauf visuell einfacher und optisch greifbarer darzustellen.

Bollingerbänder

Bollingerbänder legen um einen einfach gewichteten gleitenden Durchschnitt der vergangenen 20 Schlusskurse oberes und unteres Band, das über die zweifache Standardabweichung des Kurses von diesem Durchschnitt berechnet wird. Weitere Konzepte dieser Bänder sind die MA Envelopes und die Keltner-Kanäle. Bei einem MA Envelope (In der CMC-Markets-Handelsplattform zu finden unter "MA ENVEL") wird ein oberes und unteres Band um eine gleitende Durchschnittslinie gelegt, das fix bestimmt werden kann - etwa 0,2% darüber oder darunter. Bei Keltner-Kanälen wird die Anpassung des Bandabstandes über die Schwankung des Marktes automatisch justiert. Die Erkenntnis aus den Bändern ist immer die gleiche: Befindet sich der Markt in der Nähe oder am oberen Band gilt der Trend als nach oben überdehnt, könnte also eine Korrektur vor sich haben, während er am unteren Band eine Gegenbewegung nach oben vor sich haben könnte. Wie immer ist auch hier keine Garantie für Bewegungen gegeben. Gerade wenn sich ein Markt sehr lange am oberen oder unteren Band aufhält deutet das schlussendlich auf nichts anderes hin als auf einen sehr starken Trendmarkt, der sich vermutlich auch noch weiter nach oben fortsetzen kann.

MACD

Der MACD misst den Schwung, den ein Preis im Verlauf eines bedeutsamen Trends aufbaut. Macht der MACD mit höheren Hochs im Preis ebenfalls höhere Hochs so ist alles in Ordnung. Warnzeichen entstehen wenn der Preis ein neues Hoch macht, das allerdings vom MACD nicht bestätigt wird. Gehen die Hochs von Preis und MACD in unterschiedliche Richtungen entstehen so genannte Divergenzen - ein Vorbote für einen möglicherweise bevorstehenden Trendwechsel. Wir nutzen in unserem Live-Programm auf CMC TV den MACD in einer speziellen Einstellung, die Sie hier nachlesen können.

ADX

Der ADX kann zur Bestimmung der Trendstärke verwendet werden. Werte unter 30 können im ADX ein Hinweis sein für einen trendlosen, seitwärts pendelnden Markt, während Werte zwischen 30 und 40 ein Hinweis für einen moderaten und Werte über 40 Hinweise für einen starken Trend sein können.  Hinweise zur Einstellung des ADX finden Sie hier.

Money- und Risikomanagement

Umso mehr Erfahrung Sie sammeln werden Sie merken, dass es im Trading sehr stark um die Kontrolle von Risiko gehen wird. Es zählt am Ende des Tages nicht unbedingt der richtige Einstieg, sondern die Art und Weise wie Sie das Risiko bis zum Ausstieg kontrollieren. Wir haben weiter oben bereits verschiedene Stoparten zur Risikokontrolle vorgestellt, die bereits anschneiden, um was es beim Money- und Risikomanagement geht: Möglichst schnell das Risiko aus einem Trade herauszunehmen, um am Ende die Verluste klein zu halten im Vergleich zu dem, was durchschnittlich mit Gewinnern verdient wird. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten empfehlen wir Ihnen sich die drei Videos der Privathändlerausbildung in einem ruhigen Moment anzuschauen.

Disziplin

Man kann diesen Punkt recht kurz halten. Eine Warnung: Wer verantwortungslos tradet, Impulsen nachgibt und sein Regelwerk missachtet wird früher oder später Schiffbruch im Trading erleiden. Am Ende des Tages sollte immer eine Nacharbeitung des abgelaufenen Tradingtages stehen. Analysieren Sie Ihre Trades, die Sie gemacht haben. Überlegen Sie, ob Sie sich immer an Ihren Trading-Plan gehalten haben. Wenn es nicht geklappt hat, versetzen Sie sich an den Punkt zurück, an dem Sie sich entschieden haben, gegen Ihre besten Vorsätze zu handeln. Überlegen Sie sich, warum Sie dagegen verstoßen haben. Gehen Sie der Ursache auf den Grund. Oft sind es Gewohnheiten, die sich eingeschliffen haben. Wenn Sie sie nicht versuchen schrittweise dagegen vorzugehen werden sich die schlechten Gewohnheiten in Zukunft immer in gleicher Form wiederholen. Auch mit diesem Thema haben wir uns in der Privathändlerausbildung ausführlich beschäftigt.