DAX hat mit der 12.100-Punkte-Marke zu kämpfen / Deutsche Einzelhandelsumsätze und Arbeitsmarktdaten stark, US-Konjunkturdaten und Verhandlungen mit Iran im Fokus
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Der DAX zeigte gestern mit Rückenwind von den Börsen in den USA und Asien einen starken Wochenauftakt. Damit könnte der heutige Quartalsabschluss dem Deutschen Aktienindex die beste Wertentwicklung seit 1999 bescheren. Dennoch oder gerade auch deshalb bleibt die Nervosität im Markt hoch. So konnte der DAX sich selbst starker deutscher Einzelhandelsumsätze und einem überraschenden Absinken der Arbeitslosenquote im März auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung nicht nachhaltig nach oben absetzen. Hier könnten sich Ermüdungserscheinungen zeigen, wobei die Entwicklung der US-Aktienmärkte nun genauer beobachtet werden muss. Im Februar konnten die deutschen Einzelhändler die besten Umsätze seit 2000 verbuchen. Auf Jahressicht legten die Umsätze im Februar um 3,6 Prozent zu, nach einem Anstieg von 5 Prozent im Januar. Damit zeigt sich, dass anders als die Verbraucher in den USA, die deutschen Konsumenten ausgabefreudig sind. Positive Konjunktursignale für Deutschland gab es auch vom Arbeitsmarkt. Im März fiel die saisonbereinigte Arbeitslosenquote überraschend*** auf 6,4 Prozent, dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Im Fokus stehen auch die Arbeitsmarktdaten für die Eurozone, wo für den Februar ein leichter Anstieg auf 11,3 Prozent vermeldet wurde. Die erste Schätzung der Inflation für die Eurozone im März zeigte auf Jahressicht eine leichte Verbesserung auf -0,1 Prozent nach einem Minus von -0,3 Prozent im Februar. Den EUR konnte das Anziehen der Inflation in Deutschland gestern nicht gegen den USD stützen. Auch heute blieb der positive Impuls für den EUR aus. Zu stark dürfte hier auch die Unsicherheit um einen potenziellen griechischen EUR-Austritt wiegen. Zudem halten sich die Spekulationen um eine baldige Zinsanhebung in den USA. Hier könnten am Nachmittag der Chicago Einkaufsmanagerindex für den März, sowie das Conference Board US-Verbrauchervertrauen neue Signale und Impulse rund um die US-Konjunktur und die Zinswendespekulationen liefern. Im Fokus steht heute auch der Rohölpreis. Heute um Mitternacht endet die selbstgesteckte Deadline der 6er-Gruppen-Verhandlungen um das iranische Atomprogramm. Die USA halten sich zwar die Option einer Verlängerung der Gespräche offen, die Beteiligten signalisieren aber einen Willen, rechtzeitig eine Einigung zu erzielen. Sollte eine Lösung gefunden werden, könnte der Iran bald sein Rohöl auf dem Weltmarkt verkaufen, was angesichts des aktuellen Überangebots zu einem weiteren Druck auf die Rohölpreise, führen dürfte. Aus charttechnischer Sicht handelt der Preis der Referenzsorte WTI an der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie vom 18. März und wieder unter der charttechnischen Marke von 47,20 USD. Bei einem positiven Ergebnis der Verhandlungen könnte zunächst die 45-USD-Marke angesteuert werden. Bei einer Erholung könnte zunächst die 49,50-USD-Marke einen Widerstand darstellen. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Abschlägen auf die Schlusskurse von gestern gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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