Der Marktkommentar am Morgen

Der ifo-Geschäftsklimaindex wird heute aufzeigen, wie robust die Erholung der deutschen Wirtschaft dieses Quartal ausfallen könnte. Gestern noch hatte die Veröffentlichung des Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor und die damit einhergehenden Zahlen für den Februar überraschend für etwas Ernüchterung gesorgt.

Es ist anzunehmen, dass das ifo-Konjunkturbarometer heute größere Zuversicht streuen wird. Zuletzt hatte es einen Anstieg von 108,3 auf 108,8 gegeben und die aktuellste Einschätzung könnte eine Stabilisierung von 116,3 auf 116,5 Zähler aufweisen. Die deutsche Wirtschaft war über die vergangenen Monate ein Lichtblick innerhalb der Eurozone und angesichts der zahlreichen Probleme liegen viele Hoffnungen umso mehr auf diesem Wachstumsmotor.

Die Griechenlandkrise ist für den Moment etwas gebannt, doch setzen sich im Hintergrund Verhandlungen zu Detailfragen fort. Volkswirte gehen davon aus, dass der griechische Anleihentausch am 12. März erfolgen wird. Die Gläubiger werden Abschreibungen von bis zu 75% in Kauf nehmen müssen. Problematisch wird es, wenn nicht alle Gläubiger mitmachen. In diesem Fall müsste die griechische Regierung über sogenannte Umschuldungsklauseln (Collective Action Clauses) die Änderung der Anleihebedingungen erzwingen können, solange auch zwei Drittel der Beteiligten hierbei zustimmen. Auch aufgrund dieser Maßnahmen setzte die Ratingagentur Fitch das Land zuletzt auf die zweitschlechteste Bonitätsstufe herab, was jedoch von den Märkten weitestgehend ignoriert wurde.

In Großbritannien herrscht derzeit eine gewisse Diskussion im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage vor. Kontroverse Annahmen zu den Quartalsaussichten seitens der Bank of England trotz guter relativ guter Konjunktur und einem leichten Rückgang der Inflation stifteten Unruhe und verursachten zuletzt Kursverluste des britischen Pfund und unterminierten dessen Rolle als sicheren Hafen in der Eurokrise.