Wenn Sie sich wundern wie US-Unternehmen in der Lage waren die Erwartungen im ersten Quartal zu übertreffen dann müssen Sie nicht mehr weitersuchen. Morgan Stanley hat es herausgefunden. Die Gewinne vor Steuern waren im ersten Quartal auf Jahresfrist um 7,1% gesunken, nach Steuern sogar um über 15%. Morgan Stanley hat jetzt die Analysten befragt, warum das so war und herausgefunden, dass bei den meisten Firmen im ersten Quartal auch der Umsatz nicht mehr wuchs, und sie konnten die Erwartungen nur deshalb übertreffen, weil sie massiv Kosten und Ausgaben einsparten.  Was uns dann zum nächsten spannenden Thema bringt, denn wenn Ausgaben und Kosten etwas sind, was Firmen nicht brauchen können, weil sie die Erwartungen der Aktionäre erfüllen wollen, dann stehen automatisch Neuanstellungen ebenfalls nicht ganz oben auf der Wunschliste der Unternehmen. Was uns dann wiederum zum Arbeitsmarkt und den zuletzt enttäuschenden Daten  bringt. Richtig ist, die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung deuten auf eine stabile Entwicklung hin. Sie steigen nicht kräftig an. Das lässt die niedrigen Stellenschaffungen aussehen wie ein einmaliger Ausreiser nach unten. Wenn wir uns die Stellenschaffungen der letzten vier Monate aber anschauen, dann sind es Monat für Monat auch immer weniger geworden. Dass Gold von einem Hoch zum nächsten eilt sollte auf jeden Fall als Warnsignal verstanden werden, dsas sich Anleger sich wie die Wilden auf Staatsanleihen stürzen ebenso. Weil was heißt das denn. Offenbar ist aufs Jahr gerechnet eine garantierte leichte negative Rendite besser, als am Aktienmarkt am Ende garantiert noch weitaus mehr zu verlieren. Das spricht Bände über die gerade am Markt vorliegende Stimmung und die Erwartungshaltung, wie es weitergeht. Fakt ist, dass die Brexit-Geschichte jetzt immer stärker in die Kurse eingesponnen wird, wir hatten am Freitag am Nachmittag diese Umfrage mit 55% Befürwortern und viele haben sich gefragt, ob das nicht eine von George Soros finanzierte Umfrage gewesen ist, weil sie doch im recht dünnen Freitagnachmittaghandel gestreut wurde, wo recht moderates Volumen auch schon zum Ausverkauf führen kann. Tatsache ist, dass die Verkäufe am Freitagmorgen begannen und bis zur Schlussglocke anhielten, Anleger hatten sich gar nicht die Mühe gemacht gehabt nach Erholungen Ausschau zu halten. Das sollte Anleger aber insgesamt nicht verstören. Eigentlich könnte bei diesen Voraussetzungen jetzt eine sehr große Korrektur kommen. Wir wissen aber auch, dass sehr viel Geld an den Seitenlinien parkt. Wir wissen auch, dass die Kurse jederzeit abgefangen werden können, durch das Plunge Protection Team in den USA, angeführt von der US-Notenbank, die ja noch weiter zurückrudern könnte oder die japanische Notenbank, die noch expansiver werden könnte, weil sie einen zu starken Yen fürchtet. Beide Termine stehen in dieser Woche an und werden uns mit neuen Informationen versorgen, wie es weiter gehen könnte – aber es ist sehr wahrscheinlich, dass on top jetzt die Umfragen zum Brexit kommen werden, die ja gerade für europäische Börsen wichtig sind. Und da der Termin näher rückt und der Euro stärker wird hat sich gerade der DAX stark negativ von der Wall Street abgekoppelt. Worauf Sie jetzt achten müssen was eine Wiederankopplung des DAX angeht das schauen wir uns morgen in der Sendung CMC Espresso wieder live um 8 Uhr an!