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DAX: Zerhagelt die Inflation den Ausblick?

In dieser Woche startet in den USA die Berichtssaison, in der bis Anfang Mai vier von fünf Unternehmen aus dem S&P 500 ihre Bücher öffnen werden. Die Gefahr nach drei aufeinanderfolgenden starken Quartalen ist, dass die Messlatte dieses Mal zu hoch liegt und die an positive Überraschungen gewöhnten Anleger enttäuscht von Dannen ziehen könnten. Gibt es Anzeichen dafür?

Messlatte hängt sehr hoch

Es ist eine Tradition an der Wall Street, dass Analysten ihre Gewinnschätzungen vor der Berichtssaison eher nach unten bewegen, sodass die Unternehmen danach die Erwartungen übertreffen können. Das erzeugt neuen Optimismus und steigende Kurse. Ob dieses Spiel auch dieses Mal so laufen wird ist offen. In den letzten drei Quartalen 2020 haben Unternehmen die Gewinnschätzungen um 14-20% übertroffen. Damit zeigen Unternehmen im S&P 500 Index eine noch bessere Anpassungsfähigkeit an die Pandemie als auf die Situation nach der Pleite von Lehman Brothers vor über einem Jahrzehnt. Man kann von einer rasanten Erholung der großen Unternehmen sprechen. Das führt dazu, dass die Messlatte für das abgelaufene erste Quartal hoch gehängt wurde. Im Konsens erwarten Analysten einen Anstieg um 22,6% bei den Gewinnen der Unternehmen im S&P 500 Index gegenüber dem Vorjahr. Der Wert erscheint deshalb so hoch, da das Vergleichsquartal des Vorjahres durch den Lockdown niedrig ist. Gegenüber dem vierten Quartal werden die Gewinne laut Konsens 3,6% gewachsen sein - aber lediglich saisonal bereinigt. Ohne diese Bereinigung ergibt sich ein Rückgang um 5%.

Sell on the good news voraus?

Und selbst wenn die Unternehmen wie erwartet liefern, könnte auf dem hohen Kursniveau nicht viel dagegen sprechen, erst einmal ein paar Gewinne mitzunehmen. Außerdem dürften sich die Investoren angesichts der deutlich gestiegenen Inputkosten vor allem für die Ausblicke der Unternehmen interessieren, und hier könnten die Margen insgesamt unter Druck geraten. Heute wurde ein kräftiger Anstieg des Verbraucherpreisindex gemeldet, in den vergangenen Wochen sahen wir bereits ansteigende Preiskomponenten in den Einkaufsmanagerindizes - auch jenen der USA.

Trend im DAX ist intakt

Für eine Trendwende lassen sich im Deutschen Aktienindex allerdings technisch bislang noch keine Signale finden. Es dauert heute der sechste Tag in einer trendlosen Konsolidierungszone an. Der Fed-Chef von St. Louis, James Bullard, hat sich gestern dahingehend geäußert, dass bei einer Impfquote von 75 Prozent eine Debatte über eine Straffung der Geldpolitik angestoßen werden könnte. Auf diese subtilen Hinweise sollten Anleger achten, zumal die Debatte in Asien bereits im Dezember begonnen wurde. Sie würde ihre Fortführung in den USA finden. Während in Asien die Furcht vor spekulativen Überhitzungen der Motivationsgrund dafür sein könnte, stellt in den USA die Angst vor einer zu schnell steigenden Inflation und damit einem höheren Risiko einer Schieflage am Anleihemarkt den Kernpunkt der Sorge dar. Der Anleihemarkt muss angesichts der hohen Verschuldungsquoten der USA weiterhin unter Kontrolle bleiben. Eine Wiederholung der dynamischen Zinssteigerungen am US-Rentenmarkt wie zu Anfang des Jahres kann sich die Fed nicht wünschen, sie kann diesen aber auch nicht ignorieren. Wenn sich der Markt für steigende Zinsen positioniert, wird es die Fed schwer haben, dauerhaft in eine ganz andere Richtung zu kommunizieren, ohne Gefahr zu laufen, Vertrauen zu verspielen.


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