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DAX-Trading: Wo geht die Reise 2020 hin?

CMC Markets

Das Jahr 2019 war für den DAX ein Übergangsjahr. Das neue Jahr könnte vor allem – und damit erneut – aus den USA getrieben sein. Dort sorgt der US Präsident für ein starkes Wachstum, getrieben durch fiskalische Anreize, Deregulierung und umfangreiche Steueranreize. Man muss befürchten, dass ohne eine klare Richtung in der Fiskalpolitik der Europäischen Union es zu einer negativen Abkopplung des DAX kommen könnte.

Die Dynamisierung der US Wirtschaft

Der amerikanische Präsident zeigt es eindrucksvoll, wie man einen klaren wirtschaftlichen Kurs verfolgt und es schaffen kann, eine Volkswirtschaft zu dynamisieren und mit handelspolitischen und steuerpolitischen Anreizen dafür zu sorgen, dass Investitionen zurückkehren. Mittlerweile geschätzt 1000 Milliarden US-Dollar an Gewinnen, die amerikanische Unternehmen im Ausland erwirtschafteten, wurden aufgrund und Dank von Steueranreizen wieder zurück in die USA transferiert. So etwas hat es in diesem Ausmaß noch nie gegeben. Das könnte das Wirtschaftswachstum für Jahre in die Zukunft tragen. Die Wall Street honoriert diese Entwicklung mit einem Ausbruch auf ein neues Allzeithoch.

Das Ende der Gewinnrezession

Die Kurse an der Wall Street können nicht immer weiter steigen, wenn die Gewinne der Unternehmen immer weiter sinken. Das war im Jahr 2019 jedoch der Fall. Quartal für Quartal sanken die Gewinne im S&P 500 Index. Im Jahr 2019 sorgte man sich darüber, dass die Schwäche in der Industrie in den USA sich ausbreiten und am Ende auch den Arbeitsmarkt und den Konsumenten treffen könnte. Das ist, wahrscheinlich auch aufgrund des beherzten Eingreifens der US-Notenbank, nicht passiert. Das ist die gute Nachricht! Die Märkte haben sich zur Jahresmitte dazu entschieden, das Signal einer umgedrehten Zinskurve zu ignorieren und das Rezessionsgespenst zu vertreiben. Was wir in der zweiten Jahreshälfte also gesehen haben, ist eine Korrektur des Gedankens, dass es zu einer Rezession kommt. Damit wird mittlerweile nicht mehr gerechnet. Vielmehr – und das ist fast genau das Gegenteil – könnte es zu einem Ende der Gewinnrezession bei den Unternehmen im S&P 500 Index kommen. Selbst wenn man die untere Spanne der Analystenprognosen betrachtet, könnten ein neues Rekordniveau bei den Gewinnen im S&P 500 Index erreicht werden in diesem Jahr. Das sind gute Nachrichten für den Aktienmarkt in New York, der bereits mit dem Anstieg auf ein neues Allzeithoch dieser erwarteten Entwicklung – an der Börse arbeitet man immer mit der Zukunft – Rechnung getragen hat.

Nutznießer DAX

Technisch betrachtet könnte der DAX von dieser Entwicklung profitieren. Allerdings lässt sich feststellen, dass sich der DAX nach wie vor schlecht entwickelt im Vergleich zu den Indizes in den USA. Das ist wenig verwunderlich, ist doch der Steuersatz in der EU für Unternehmen höher, als jener in China oder den USA. Die Wettbewerbsfähigkeit hat also gelitten. Gleichwohl ist in der Fiskalpolitik keine klare Perspektive zu erkennen, die stützend wirken könnte. Christine Lagarde, die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank, und ehemalige Chefin des Internationalen Währungsfonds, pocht zwar vor allem im Blick nach Berlin darauf, dass es fiskalpolitische Anreize geben solle, um die bereits sehr aktive Geldpolitik zu flankieren. Die Bundesregierung stellt sich jedoch quer – und sendet Kritik in Richtung der EZB, die ihrer Meinung nach die Zinsen viel zu tief hat sinken lassen. In Berlin geht man also davon aus, das die Zinsen viel höher sein müssten und scheut daher das Risiko einer deutlichen Neuverschuldung, die ja zukünftig viel teurer werden könnte, wenn die Zinsen – wie man das wohl annimmt – erst viel höher auf einem fairen Info wären. Wie dem auch sei – die 30 Unternehmen im DAX müssen ihren Weg finden, ohne dass es deutliche Wachstumsimpulse in der Gesamtwirtschaft geben wird. Mit diesem Malus müssen DAX-Anleger leben.

Die technische Lage in DAX

Technisch betrachtet könnte mit einem Monatsschlusskurs über 13.381 Punkte ein Signal gesetzt werden für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung im DAX bis 15.171 Punkte. Das entspricht in etwa auch dem technischen Potenzial, dass dem Ausbruch des S&P 500 Index in den USA nach oben beigemessen werden kann. Es würde technisch also gut aussehen für den DAX – vor allem dank der Wall Street. Ein Scheitern an der 13.381-Punkte-Marke hingegen könnte uns eine Verlängerung der Zeit bringen, die wir seit Jahresbeginn sehen - einer Zeit, die mit erhöhter Volatilität einhergeht. Umso öfter dieser Widerstand getestet und dann per Monatsschluss nicht überschritten werden kann, desto ungeduldiger könnten Anleger werden. Das passt zu der Erwartungshaltung im Markt, dass es zu einem Aufschwung in Deutschland kommen wird. Umso länger der auf sich warten lässt, desto größer könnten auch die Zweifel werden, ob er überhaupt kommt. Das passt zu der technischen Situation.

Fazit

Es ist nun also für mittel- bis langfristige Anleger relativ einfach, sich auf eine Zahl zu konzentrieren und den Monatsschlusskurs abzuwarten. Aktive CFD-Trader müssen sich an dem orientieren, was der Markt auf dem Weg zum Monatsschlusskurs tun wird. Sie sind früher darüber informiert, was der wahrscheinliche Kurs sein könnte, den der DAX einschlägt. Wir laden Sie herzlich ein, mit uns das Geschehen an den Märkten und im DAX genauer zu verfolgen. Auf CMC TV sind wir auf unserem YouTube Kanal – jedem von CMC Markets Deutschland – jeden Tag von 9:00 bis 10:00 Uhr live und beobachten die Situation für sie, wie sie sich gerade ereignet. CMC TV können sich hier einschalten.


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