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DAX-Trading: Ein Hauch von Korrektur liegt in der Luft (CMC Espresso)

CMC Markets

An den Börsen schlägt das Wetter schneller um als an der Nordseeküste. So auch gestern, als erst einmal niemand wusste, was eigentlich los war. Es war erst im Verlauf des Ausverkaufs, der kurz vor 17 Uhr begann, dass die Anleger auf einen Artikel der Global Times aufmerksam wurden, der von einer kolossalen Ansteckungsrate in einem Pekinger Krankenhaus berichtete, der die gesamte Hauptstadt in Aufruhr versetzen würde. Peking liegt nicht in der Hubei-Provinz und auch Südkorea tut es nicht, wo man mittlerweile begonnen hat, die Infektionszahlen zu zählen und offiziell - wie heute Nacht mit 52 Neuinfektionen - zu melden. War es verfrüht, das Thema Coronavirus an den Börsen abzuhaken?

Was über Nacht geschah

Technische Situation könnte den Weg aufzeigen

Bislang gab es im DAX kein Trendwendemuster. Der DAX war aber über 13713 Punkten in einer vollen Bewegung angelangt gegenüber dem Boden, den er am 3. Februar ausgebildet hatte. Eine volle Bewegung definiert sich durch die Ausdehnung eines 123-Tiefs um mehr als 423,6%. Dieses Level bei 13713 Punkten war eine solche Ausdehnung. Hier konnte man also mit der Herausbildung eines 123-Tops rechnen und genau dieses 123-Top ist gestern mit dem Abverkauf entstanden und aktiviert worden. Wir haben nun ein aktives 123-Top. Man kann sich an eingezeichneten Fibonacci-Marken in rot orientieren, um mögliche Unterstützungen und Widerstände zu erkennen. 

Worum es jetzt im DAX geht

Im Rest des Monats wird es nun darum gehen, den bullischen Test von 13381 Punkten zu halten oder in Frage zu stellen. Ein Halten und Verteidigen würde bedeuten, über 13526 Punkten bleiben. Ein Infragestellen würde bedeuten, diese Marke zu unterschreiten und als Widerstand zu bestätigen. Dann würde das Risiko wachsen, dass es erneut nicht zu einem Schlusskurs am Monatsende über 13381 Punkten kommen wird. Dann könnte Aprilwetter bereits im März an der Börse Einzug halten. Die Volatilität könnte steigen, da die Bären Morgenluft wittern könnten.

Hong Kong wackelt

Ein weiteres mögliches Indiz, dass die Erholung seit Anfang Februar erst einmal zu Ende sein könnte ist der Hang Seng in Hongkong - hier zu sehen in Form des bei CMC Markets handelbaren Hong Kong 50 Cash Index CFD. Er unterschreitet die 200-Tage-Linie und kann sie nicht mehr verteidigen, was in den letzten Tagen noch angestrengt versucht worden war. Die 200-Tage-Linie ist eine schöne Bezugsgröße. Anleger steigen nie am Tief oder Hoch ein. Ihre Einstiegskurse und damit die Fixpunkte mit denen Anleger auf den Markt schauen, um festzustellen, ob sie im Plus oder Minus liegen mit ihrer Aktienanlage, sind über den gesamten Chart verstreut. Die 200-Tage-Linie bringt eine gute Indikation dafür, ob die Masse der Anleger sich gerade im Plus oder Minus sieht. Die Erholung im Februar brachte den Effekt mit sich, dass die Anleger aus einem spürbaren Minus gerade mal wieder so eine schwarze Null oder leichte Gewinne gesehen haben. Aus dieser psychologisch nicht sehr zufriedenstellenden Situation heraus sehen wir nun neue Verkäufe. 

Ölpreis mit Gewinnmitnahmen

Wer aufgrund von Wachstumssorgen Aktien verkauft muss Öl verkaufen, da weniger Ölnachfrage mehr Überschüsse bedeutet, die in den Lagerhallen liegen bleiben - etwas, was der irakische Ölminister auch in Folge des Coronavirus erwartet, wie er gestern Abend gegenüber der Presse sagte. Der Rohöl WTI Cash CFD hat im Vierstundenkerzenintervall einen Boden ausgebildet und den ursprünglichen Impuls um 100% nach oben ausgedehnt. Für mehr hat es nicht gereicht. Der Boden ist dennoch intakt. Über 51,85 USD/Barrel kann man sich an den eingezeichneten Fibonacci-Marken als mögliche Unterstützungen und Widerstände orientieren. Unter 51,85 Dollar fallen würde bedeuten, dass die Märkte beginnen, den entstandenen Boden in Frage zu stellen. 


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