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DAX-Trading: Bodenbildung - Allzeithoch in Reichweite?

CMC Markets

Das Virus bleibt ein wichtiges Thema an den Börsen, das sieht man auch an der Kursreaktion heute Nacht. Als die chinesische Regierung weniger Neuinfektionen meldete als am Tag zuvor setzten die asiatischen Börsen zu einem Kursfeuerwerk an. Immer mehr steht fest, dass die wirtschaftliche Tätigkeit in China kommende Woche wieder fast in vollem Umfang und sicher aufgenommen werden kann. Das chinesische Transportministerium rechnet damit, dass 160 Millionen Menschen am 18. Februar wieder zur Arbeit gehen werden.

DAX mit Bodenbildung

Mit der neu aufkommenden Hoffnung auf eine bloße Wachstumsdelle im chinesischen BIP endet nun auch der Seitwärtstrend an der Frankfurter Börse. Der Germany 30 Cash CFD hat im Stundenkerzenchart einen 123-Boden ausgebildet. Mit dem neu gefundenen Optimismus rund um das Virus gerät das Allzeithoch in Reichweite. Über 13526 Punkten ist von einem aktivem Boden auszugehen. Die möglichen Ziele aus diesem Boden liegen bei 13614 (bereits fast erreicht), 13640 und 13668 Punkten. Darüber lassen sich mögliche Ziele bei 13755 und 13896 Punkten ableiten. Unter 13526 Punkten muss die Bodenbildung in Frage gestellt werden. Unter 13385 Punkten würde der Boden zerstört werden. Dann könnte es abermals zu einem Sprung in der Volatilität kommen.

Sorgenkind Dollar-Rally

Wenn die Börsen das Thema Coronavirus nun immer mehr in den Hintergrund schieben könnte das nächste Thema gleich zu einem neuen Belastungsfaktor werden: Der starke Dollar. Die Berichtssaison in den USA ist nun fast vorüber und es zeigt sich wahrscheinlich eine schwarze Null im Gewinnwachstum vom vierten Quartal 2020 im Vergleich zum vierten Quartal 2019. Die Unternehmen in den USa sind also in der Lage, trotz zeitweise angespannter Lage im Handelsstreit mit China und trotz des starken Dollars ihre Gewinne wieder zu steigern. In der Zeit von Januar bis September 2019 waren die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 Index für amerikanische Standardaktien gesunken. Sollte nun der Dollar aber dynamisch weiter zunehmen könnte das Fragezeichen setzen. Zusätzlich könnte auch das Coronavirus die als Konsens herausgebildete Erwartungshaltung dämpfen, dass es in den USA in den letzten beiden Quartalen des Jahres 2020 zu einem Gewinnwachstum im S&P 500 Index von 10% oder größer kommen wird. Ruft das die Fed auf den Plan, die Zinsen abermals präventiv zu senken? Tatsächlich liegt die am Markt veranschlagte Wahrscheinlichkeit bei Null, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr erhöhen wird. Die Wahrscheinlichkeit liegt sogar bei 81,6%, dass sie die Zinsen mindestens einmal, wenn nicht sogar mehrmals senken wird. 

Im EUR/USD sehen wir unter 1,10 USD pro einem Euro ein Infragestellen der Bodenbildung. EUR/USD fällt wie ein Stein. Die Dollar-Rally scheint in den letzten Tagen kein Ende zu kennen.


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