DAX kann hohes Niveau nicht verteidigen - Wirecard-Aktie stürzt erneut ab

Der Deutsche Aktienindex muss seinen Ausflug über die Marke von 11.300 Punkten an Tag Zwei nach der Rally doch schon wieder beenden. Noch gestern sah es so aus, als würde der Markt widerstandsfähig genug sein, dieses Niveau verteidigen zu können. Den heutigen Absturz um rund 200 Punkte aber allein der Aktie von Wirecard in die Schuhe zu schieben, wäre zu kurz gegriffen. Denn schon vor diesem Sondereffekt geriet der deutsche Aktienmarkt unter Druck. Die Bullen müssen nun versuchen, mit Anschlusskäufen nachzulegen, damit dem Markt eine Korrektur in Richtung 10.700 Punkte oder gar ein erneuter Rücklauf zu den Jahrestiefs aus dem vergangenen Jahr erspart bleibt.

Bei Wirecard geht die Schlammschlacht bestehend aus Vorwürfen und Dementis mit einem weiteren Artikel in der „Financial Times“ in die nächste und damit dritte Runde innerhalb von gut einer Woche. Erneut wird von der Zeitung ein angeblicher Whistleblower zitiert, um so den Vorwurf von Bilanzmanipulation gegen das Unternehmen zu untermauern. Die Aktie kommt abermals unter die Räder und nähert sich wieder der Marke von 100 Euro. Es muss weiterhin das Ziel der Vorstandsspitze sein, mit einem klaren Bekenntnis und einer unabhängigen Unternehmensprüfung die Vorwürfe endgültig aus dem Weg zu räumen, Ruhe in die Aktie zu bringen, die Leerverkäufer an weiteren Gewinnen auf Kosten anderer Anleger zu hindern und ausbluten zu lassen.

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