Proteste wegen oder für teure Benzinpreise?

In Berlin blockiert Extinction Rebellion den Verkehr und fordert implizit unter anderem durch eine höhere CO2-Bepreisung unter anderem eine noch stärkere Verteuerung der Spritpreise und in Ekuador gehen Tausende Menschen auf die Straße, wird der Ausnahmezustand verhängt und wurden bereits 477 Menschen festgenommen, weil die Spritpreise so stark gestiegen sind nachdem die Regierung staatliche Zuschüsse strich.

Diese gänzlich unterschiedliche Situationen, in der sich Deutschland befindet, in der sich andere Länder befinden, und die vollkommen konträr zueinander stehenden Sichtweisen auf die Dinge darf man niemals außer Augen verlieren, im Ausland sieht man die Dinge anders. 

Charttechnische Situation in New York: Wackelig

Diese grundsätzliche Herangehensweise lässt sich auch wunderbar auf die aktuelle Situation an den weltweiten Aktienmärkten übertragen. Der amerikanische S&P 500 Index hat es nämlich gestern nicht geschafft, ein 123 tief zu reaktivieren. Das ist wenig schön für alle, die auf weiter steigende Kurse hoffen und sollte das auch weiterhin der Fall sein dass der Index nicht über 2941 Punkte ansteigen kann per Schlusskurs und wir sehen dass diese Marke nicht überwunden werden kann und wenn sich dort ein Widerstand herausbildet vielleicht auch noch begleitet von negativen Nachrichten in der neuesten Episode chinesisch-US-amerikanischer Handelsgespräche, dann kann es zu einem bärischen Druckaufbau kommen.

Optimistische Grundstimmung der Anleger

In den Positionierungen und Statistiken und Handelsbüchern die Weltbörsen, die offen liegen, sei es in den Commitment of Traders Daten der US Terminbörsenaufsicht oder in verschiedenen ETF-Statistiken dann kann man eines herauslesen: Es gab in der letzten Woche im Vorfeld Handelsgespräche bereits Reduktionen von Long Positionen, und es gibt immer noch Überhänge auf der Long-Seite des Marktes, die vermutlich darauf warten, dass es zu einer neuen Eskalation in den Gesprächen zwischen China und den USA kommen wird um dann weiter reduziert zu werden.

Gleichwohl kann man auch sagen dass der Überhang an Long Positionen auch eine gewisse Zuversicht im Vorfeld der Gespräche ausdrückt.

Womit wir es also zu tun haben er seinen zaghaftes Pflänzchen der Hoffnung der Anleger darauf, dass sich die chinesische und amerikanische Seite zumindest vorläufig auf irgendetwas stichhaltiges einigen können wird und dass es nicht wie in den vergangenen zwei Jahren immer wieder zu einer Welle gegenseitiger Strafzölle, Sanktionen und Bezichtigungen kommen wird.

DAX: Alles im Lot, solange...

Wenn man sich die technische Situation im DAX alleine betrachtet dann ist der Rückgang der vergangenen Woche exakt passend zu dem was jahreszeitlich sich die letzten zehn Jahre ereignet hat nämlich eine Korrektur - ein Test der sommerlichen Tiefs - ohne dass die selbigen unterschritten werden. 11.853 Punkte - die dort liegende Unterstützung wurde getestet - gekauft und damit bestätigt sich der im Sommer stattgefundene Ausbruch des DAX nach oben und der Wechsel der Funktionsweise von 11.853 Punkten von einer ehemaligen Wiederstandsmarke zu einer neuen Unterstützungsmarke ist momentan geklückt.

Diese technische Marke könnte jetzt wichtig sein

Jetzt kann man sich auch nach meinem Dafürhalten und das meine charttechnischen Sichtweise sehr gut orientieren an 11.853 Punkten: rutschen wir darunter trübt sich die charttechnische Situation ein und es könnte ähnlich ruppig weitergehen wie es letzte Woche zeitweise der Fall war. Halten wir uns in gegenüber 11.853 Punkten dann ist technisch alles im Lot und es könnte sich im typischen jahreszeitlichem lauf so weiter zutragen dass der DAX weiter steigt - bis zum Jahresende könnten wir feste Kurse sehen zwar nicht in der Geschwindigkeit vom August aber dennoch peu à peu weiter aufwärts.

Aber auch hier gilt wie eingangs bemerkt dass nicht die Sichtweise von uns auf andere sondern vielmehr der Blickwinkel von anderen auf uns wichtig ist. In der Börsensprache gesagt wackelt der Schwanz mit dem Hund oder der Hund mit dem Schwanz und der S&P 500 Index in den USA ist der Hund und der DAX viel kleinere Index, der den US Märkten folgt Und nicht umgekehrt.

Die Charts zum heutigen Ausblick finden Sie im Video: