DAX am Morgen: DAX bleibt unter 11.000 Punkten – Schwacher Euro ist Fluch und Segen zugleich
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktstratege Überragende US-Arbeitsmarktdaten haben die am Markt gehandelte Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank im Dezember auf über 70 Prozent erhöht und damit den Euro auf den tiefsten Stand seit April gedrückt. Gleichzeitig hatte EZB-Präsident Mario Draghi jüngst eine Ausweitung der EZB-Stimuli im Dezember angekündigt. Im Grunde genommen wäre diese Konstellation das perfekte Rezept für einen Ausbruch des Deutschen Aktienindex über seine 200-Tage-Linie um 11.070 Punkte. Aber etwas hemmt den DAX. So paradox es klingt, aber es könnte gerade am stark gefallenen Euro liegen, der die Wahrscheinlichkeit von weiteren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen durch die EZB dämpft. Hinzu kommt, dass sich auch bei den US-Investoren aktuell keine rechte Euphorie einstellen will, da in dieser Quartalsberichtssaison zahlreiche Unternehmen schon über einen starken US-Dollar geklagt haben. Nach dieser erneuten Rally der amerikanischen Währung dürfte es im laufenden Quartal kaum einfacher werden, die Gewinne zu steigern. Aber auch die schwache Handelsbilanz aus China sorgt zu Beginn der Woche für etwas Verunsicherung. Auf der einen Seite reizen zwar die Spekulationen auf zusätzliche Stimuli der chinesischen Regierung, auf der anderen Seite aber droht ein erneuter Abwertungsschritt der chinesischen Zentralbank. Denn durch die Koppelung des Yuan an den immer stärkeren US-Dollar wurde die Abschwächung des Yuan gegen Euro und Yen durch die Abwertung im August komplett aufgehoben. Die Handelsbilanz-Zahlen für den Oktober weisen auf die fortgesetzten Schwierigkeiten im Reich der Mitte hin. Mit dem stärkeren Yuan dürfte es für die chinesischen Exporteure nun allerdings kaum leichter werden. Die deutsche Handelsbilanz wiederum wirkt am Morgen stützend auf den DAX. Sie lässt hoffen, dass sich die deutschen Exporteure weiterhin gut auf dem Weltmarkt behaupten können. Aus charttechnischer Sicht liefern der Fehlausbruch über 11.000 Punkte und der Rebound an der 200-Tage-Linie am Freitag ein Warnsignal. Erst bei einem nachhaltigen Anstieg über 11.070 Punkte rücken höhere Kurse in den Fokus. Auf der Unterseite kommt wiederum die 10.680 auf den Radar. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.