DAX am Abend: Volkswagen nicht alleiniger Schuldiger für Abgaben
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nicht nur das Image der deutschen Autobauer leidet, die Marke „Made in Germany“ dürfte einen Kratzer erlitten haben. Der Abgas-Skandal rund um Volkswagen bringt so sogar die hohe Politik wie beispielsweise Außenminister Steinmeier in Stellung um zu signalisieren, dass in Deutschland gegen solche Praktiken vorgegangen werde. Immerhin steht hier eine deutsche Vorzeigeindustrie im Rampenlicht. Die Abgaben an den weltweiten Börsen und natürlich insbesondere im DAX lassen sich allerdings nicht alleine Volkswagen zuschreiben. Aktuell verliert ein wichtiger Impulsgeber seine Strahlkraft, nämlich die bloße Liquidität und niedrige Zinsen. So aber stellt sich nun die Frage, wo positive Impulse herkommen sollen. Wenn die Weltwirtschaft nicht mehr überzeugt machen sich Ängste vor einer schwächeren Gewinnentwicklung bei den Unternehmen breit. Morgen dürfte mit der Veröffentlichung des chinesischen Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für September damit ein sehr wichtiger Termin auf der Agenda stehen, da er eine Indikation liefert, ob die Erwartungshaltung gegenüber der chinesischen Konjunkturentwicklung möglicher zu pessimistisch ist oder die Abkühlung ungebrochen voranschreitet. Auch wissen die Anleger nicht, was sie von der Rhetorik der Federal Reserve halten sollen. Das jüngste Umschwenken einiger US-Notenbanker lässt vermuten, dass die Geldpolitiker selbst von der Reaktion der Märkte überrascht sind. Das gibt ihnen zwar die Freiheit, auf einer der folgenden Sitzungen tatsächlich die Zinsen anzuheben, andererseits divergiert die Rhetorik zur Handlung, die Inflations- und Wachstumserwartungen zurück zu nehmen. Nachdem bisher die US-Geldpolitik schwer kalkulierbar war, will sich nun niemand voreilig auf die Aussagen verlassen. Aus charttechnischer Sicht hat der DAX heute die charttechnische Marke bei 9.780 Zählern nicht verteidigen können und rutschte damit im Anschluss auf 10.600 Zähler zurück. Auf der Oberseite stellt die 9.780 nun einen potenziellen Widerstand, darüber die 9.850 und 9.920. Auf der Unterseite lockt die Bären die Zone um 9.560 Zähler. Darunter droht ein erneuter Test des Jahrestiefs um 9.320 Punkte. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.