DAX am Abend: Hakwische Fed trotz gedämpftem US-Wachstum – Deutsche Bank belastet
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Das überraschend deutliche Signal einer baldigen Zinserhöhung durch die US-Notenbank sorgte gestern für steigende Kurse an den Aktienmärkten und verhalf auch dem Deutschen Aktienindex zum Sprung über den Widerstand bei 10.850 Punkten. Heute sortierten sich die Anleger allerdings neu, ordnen die erhaltenen Nachrichten ein und es verlässt sie zunächst der Mut zu größeren Engagements. Schon in Asien wurde diese Kaufzurückhaltung deutlich und auch die Wall Street zeigt sich am Tag Eins nach der Fed-Sitzung etwas schwächer. Die Federal Reserve nannte in ihrem Statement explizit den Dezember als Termin, an dem man prüfen werde, ob eine Zinserhöhung angebracht ist. Gleichzeitig zeigten sich die Notenbanker nicht mehr besorgt über den negativen Einfluss der weltwirtschaftlichen Entwicklung auf die USA. Damit ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinswende im Dezember wieder gestiegen. Zwar übertrug sich die Zuversicht der US-Geldpolitiker gegenüber ihrer Wirtschaft zunächst auf die Märkte und schob die Börsen an. Heute Morgen allerdings kehrt ein wenig Ernüchterung ein. Denn die Zuversicht der Fed ist nur das Eine. Andererseits sollten nun auch endlich die Konjunkturdaten stimmen, aber diese sprechen derzeit noch für eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung in den USA. Mit einem deutlich abgekühlten Wachstum im dritten Quartal, bestätigten die heutigen BIP-Wachstumszahlen diesen generellen Eindruck. Mit dem nun teureren US-Dollar weht den Unternehmen außerdem wieder ein stärkerer Wind entgegen. Heute Nachmittag steht mit den Wachstumszahlen zum dritten Quartal in den USA bereits ein erster Lackmus-Test der Zuversicht aus der Geldpolitik an. Gleichzeitig sorgen eine restriktivere US-Notenbank und der damit einhergehende stärkere US-Dollar für einige Implikationen. Die jüngste Rally an den Märkten wurde durch die Aussicht auf zusätzliche Liquidität durch die EZB und auch eben solchen Erwartungen an die Bank of Japan getrieben. Nun könnte der Druck auf diese Notenbanken allerdings nachlassen und damit auch an der Rally zehren. Anhaltspunkte, ob die anderen sich erst einmal zurücklehnen und ihre Währungen durch die hawkischere Fed sich ohnehin verbilligen sehen, sollte unter anderem das Ergebnis der morgigen Bank of Japan-Beratungen bringen. Die Aussicht auf eine Ausweitung der EZB-Liquidität könnten die morgigen Inflationszahlen etwas dämpfen, sollten sie den heutigen deutschen Inflationszahlen folgen, die im Oktober etwas stärker ausgefallen sind als erwartet. Neben den geldpolitischen Impulsen sorgte aber auch die Deutsche Bank heute für einen Dämpfer an der deutschen Börse. Aus charttechnischer Sicht droht dem DAX ein Fehlausbruch über die 10.850-Zähler-Marke. Dann gerät die 10.500-Punkte-Zone wieder in den Fokus. Auf der Oberseite stellt die 200-Tage-Linie ein potenzielles Anlaufziel der Bullen dar. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.