DAX am Abend: DAX bleibt unter Druck – Noch aber ist nicht alles verloren
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Die Bären haben an der Frankfurter Börse aktuell das Zepter fest in der Hand. Positive Nachrichten wie die Zustimmung des Bundestages zum dritten Griechenland-Hilfspaket haben – wenn überhaupt – nur kurzzeitig eine Chance, die Kurse zu stabilisieren. Zu schwer wiegt die Sorge vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur, hervorgerufen durch einen ins Stottern geratenen Wachstumsmotor China. Eine vor diesem Hintergrund ins Straucheln geratene Börse in Shanghai brachte die Börsianer hierzulande auch heute zum Handelsbeginn aus dem Takt. Hinzu kamen relativ schnell technisch bedingte Verkäufe, da heute zumindest die 200-Tage-Linie im Deutschen Aktienindex um 10.930 Punkte von den Bullen aufgegeben werden musste. Der DAX rauschte somit weiter nach unten und nähert sich damit der kritischen Marke von 10.650 Punkten, dem Tief der Abwärtsbewegung Anfang Juli. Auch die Tatsache, das die Börse in China zum Handelsschluss wieder ins Plus drehte, konnte die Stimmung nicht drehen. Dabei steckt genau hier die Hoffnung, dass der DAX heute seinen Tiefpunkt vorerst gesehen haben könnte. Denn eine Eindeckung der Short-Positionen könnte morgen zu einem Rebound in Shanghai führen. Inflationszahlen aus den USA lieferten vor den heute Abend erwarteten Sitzungsprotokollen keine Hinweise auf den Zeitpunkt einer Zinswende in den USA. Auf Monatssicht ist die Inflation etwas schwächer als erwartet ausgefallen, auf Jahressicht entsprach sie allerdings dem Konsens. Zusätzlich zogen die US-Börsen den DAX am späten Nachmittag auf ein neues Tagestief. Die weitere Entwicklung an den Börsen könnten auch die Protokolle der letzten US-Notenbank-Sitzung beeinflussen. Aus charttechnischer Sicht nähert sich der DAX immer schneller der kritischen Region von 10.650 Zählern. Diese sollte möglichst gehalten werden, um keinen Ausverkauf in Richtung 10.000 Punkte auszulösen. Kann sich der DAX bald berappeln und die 10.900 Zähler zurückerobern, eröffnet sich wiederum die Chance auf eine Ausweitung der Erholungsbewegung auf zunächst 11.300 Zähler. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.