DAX am Abend: China weiter Belastungsfaktor an den Börsen

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktstratege Gleich mehrere Hiobsbotschaften schlugen heute aus Asien ein und machten die vorsichtige Stabilisierung in Europa und den USA gestern zunichte: Eine weitere kräftige Abwertung des Yuan ging einher mit einem enttäuschenden Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungsgewerbes in China, einem vermeintlichen Wasserstoffbombentest in Nordkorea und der Meldung durch die japanische Nikkei, dass Apple die Produktion seines Schlüsselproduktes iPhone im ersten Quartal um 30% reduzieren will. Wir haben hier einen Mix aus Sorgen vor einer Intensivierung eines Währungsabwertungswettlaufs in den Schwellenländern, globalen Konjunktursorgen und auch eine Brise Geopolitik zusätzlich zu den Spannungen im Mittleren Osten. Ironischerweise konnten sich heute gerade die Börsen in China dem negativen Trend entziehen, wobei hier die verbesserte Wettbewerbsfähigkeit durch den schwächeren Yuan und die Hoffnung auf ein Ausbleiben eines unkontrollierten Abverkaufs nach Auslaufen der 6-monatigen Haltefrist eine Rolle spielen. Und so sahen wir heute im Handelsverlauf den Dow Jones, Nikkei 225 und DAX jeweils auf den tiefsten Stand seit Oktober fallen. Aber auch in China bleibt das Chartbild angeschlagen und die Marktteilnehmer nervös. Eine interessante Marktreaktion ließ sich heute zur Veröffentlichung verschiedener US-Konjunkturdaten beobachten: Lediglich für eine Stabilisierung sorgte heute ein weitaus besser als erwarteter ADP-Arbeitsmarktbericht aus den USA mit 257.000 neuen Stellen im Dezember. Das lässt eigentlich auch für die am Freitag anstehenden Nonfarm-Payrolls auf einen robusten Jobmarkt hoffen. Zulegen konnten die Märkte wiederum nach einem schwächeren ISM-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungsgewerbes und einer US-Handelsbilanz, die nicht nur einen Rückgang der Exporte sondern auch der Importe der größten Volkswirtschaft der Welt offenbarte. Die Märkte drehten wiederum nach einem überraschenden und sehr starken Rohölvorräte-Abbau aus den USA, der eigentlich hoffnungsvoll stimmen sollte. Sehen wir hier wieder das Pattern „Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten“? Möglicherweise als Reaktion auf die Aussagen von Fed-Vize Fisher, der die Fed auf Kurs sieht dieses Jahr die Zinsen 4 mal anzuheben? Mehr Aussagekraft dürfte die Reaktion auf entsprechende Arbeitsmarktdaten am Freitag haben. Insbesondere als da wir heute ohnehin den Test wichtiger Kursmarken in den oben genannten Märkten sahen. Aus charttechnischer Sicht hat der DAX die Chance auf eine Erholung, sollte er die Zone um 10.115 Zählern nachhaltig verteidigen können. Dann könnten wir hier die Ausbildung eines Doppelboden sehen, der Potenzial bis zurück an die 11.400 liefert, sollte die 10.880 zurückerobert werden. Bei einem Unterschreiten der 10.090-Punkte-Marke allerdings ist das Risiko hoch, dass nicht nur ein test der 10.000 ansteht, sondern sogar der Region von 9.885. Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ohne Gewähr. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls von dritter Seite unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.