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CMC Espresso: Zahllose Mini-Lockdowns zeigen doch eines...

CMC Markets

Der Aufwärtstrend im DAX ist weiter intakt. Nun ist die Aufmerksamkeit der Anleger auf den anstehenden EU-Gipfel gerichtet, nachdem die EZB gestern grünes Licht für eine weitere lockere Geldpolitik gegeben hat. Der EU-Gipfel wird zeigen, ob die enge Verzahnung der wirtschaftlichen Stützen von der Fiskal- und Geldpolitik nicht am Ende doch an unterschiedlichen Vorstellungen der einzelnen EU-Länder über die Art und Weise der Ausgestaltung in Detailfragen scheitern wird oder nicht. 

Neue Konjunktursorgen

Sicherlich könnte man sich über den Anstieg der Einzelhandelsumsätze in den USA freuen. Die Daten übertrafen wie so viele Daten in den letzten Wochen die Erwartungen des Marktes. Allerdings könnte man auch auf die Idee kommen zu befürchten, dass die lokal in wachsendem Umfang getroffenen neuen Coronavirus-Lockdown-Maßnahmen den Einzelhandel aktuell wieder lähmen. Die Dynamik des Aufschwungs könnte gerade an Fahrt verlieren. Gleichzeitig sind die lokalen Lockdowns in den Augen vieler kein Grund anzunehmen, dass die Erholung insgesamt umgekehrt werden könnte. Aber sie beschleunigen das Wachstum eben auf der anderen Seite auch nicht. Es ist eine Situation der zwei Schritte nach vorne und einen Schritt zurück und dann folgt wieder ein zögerliches Abwarten. Wir haben es also nicht mit einer geraden Linie bei der Konjunkturerholung zu tun.

Keine Euphorie aus Netflix-Zahlen

Dass sich bei Anlegern dabei auch überzogene Erwartungen entwickelt haben zeigt Netflix. Eigentlich hatte man damit gerechnet, dass der Stay-at-Home-Trend weiter anhalten und Netflix international kräftig Neugeschäft bescheren wird Am Ende stellte sich aber heraus, dass nur ungefähr halb so viele Kunden wie erwartet gewonnen werden konnten. Netflix hat ausgerechnet jetzt Probleme beim internationalen Wachstum, als Disney+ und andere Anbieter auf dem heimischen Markt eine stärkere Konkurrenz mit eigenen Angeboten aufstellen. Der Gesamtmarkt kann sich heute nicht auf die Netflix-Zahlen und die erhoffte gute Stimmung verlassen. Netflix sanken nachbörslich 10%. Einige haben jetzt bereits die Befürchtung, dass die Berichtssaison vielleicht doch etwas gemischter ausfallen könnte, als erhofft.

Kräftemessen und Seitwärtsphase setzt sich fort

Käufer und Verkäufer liefern sich im DAX einen Grabenkampf. Eine Trendbewegung ist nicht zu sehen, wenngleich die Käufer in den letzten zehn Tagen immer zu höheren Kursen zugegriffen haben. Die neue Unterstützung im Bereich von 12800 Punkten sollte nun aber auch verteidigt werden, um eine neue Trendwende zu vermeiden. Kann 12800 Punkte verteidigt werden könnte der Trend sich über 13000 Punkte fortsetzen. Da es im Tageschart bislang allerdings keine Trendfortsetzung gibt sind auch intraday zähe Kursbewegungen zu beobachten. Wir begeben uns jetzt in die Sommerzeit, in der die Liquidität am Markt insgesamt typischerweise geringer ist, als sonst im Jahr. Die Dynamik fehlt derzeit im DAX. Erfahren Sie mehr über Unterstützungen  und Widerstände in unserem Ausblick für den Germany 30 Cash CFD.

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