Die Deutsche Bank rechnet damit dass die Unruhen an den Finanzmärkten die Wahrscheinlichkeit von Helikoptergeld durch die Zentralbanken erhöht hat. Höhere Ausgaben der neuen britischen Regierung könnten sogar dazu führen, dass die Briten Helikoptergeld als erstes einführen, um die Wirtschaft zu stabilisieren. Analysten der Bank of America erwarten nun deutlich sinkende Renditen auch bei US-Staatsanleihen. Dort bekommt man auf 30 Jahre Laufzeit immerhin noch 2.3% Rendite – im positiven Bereich wohlgemerkt. Wenn man dazu die Aussicht auf Währungsgewinne wegen dem Bullenmarkt beim Dollar dazurechnet sind US-Staatsanleihen weiterhin attraktiv. Die Renditen sinken also, gleichzeitig dürfte die Inflation recht stabil sein, insgesamt haben wir es damit also mit fallenden Realzinsen zu tun, das wirkt wie Zunder, der den Goldpreis antreibt. Uns wurde von offizieller Seite immer wieder erzählt, jetzt, wo die Banken so stark reguliert wurden, ist es unwahrscheinlich, dass die nächste Krise wieder von den Banken herrühren wird. Aber schauen Sie sich einmal die Kurse der Banken an. Die Deutsche Bank sinkt auf ein neues Rekordtief, die Kurse der meisten europäischen Banken sind um ein Fünftel bis zu einem Drittel gesunken. Janet Yellen hat ihre Teilnahme an einem Zentralbankensymposium der EZB abgesagt, ebenso der britische Notenbankchef Mark Carney. Investoren agieren in diesem unsicheren Umfeld nach dem bekannten Börsenmotto: If in doubt, stay out. Also wer zweifelt, bleibt besser der Börse fern. Trotz hoher Barquoten der Investmentfonds, den höchsten seit 15 Jahren, könnten selbige noch nicht fertig sein mit Verkäufen und Anpassungen ihrer Risikopositionen, sprich Aktien-Long-Engagements könnten weiter abgebaut werden. Da die Realwirtschaft nun offenbar Schaden nehmen wird, weil auch Schottland raus will, also aus Großbritannien, und wieder rein in die EU, und weil die Briten ihren  offiziellen Gesuch um einen Austritt in Brüssel nach wie vor nicht eingereicht haben. Die Hängepartie erzeugt noch mehr Unsicherheit und von den Fonds und Anlegern will jetzt niemand baden gehen also fahren alle ihre Barquoten noch mehr hoch. Vielleicht hat der chinesische Premierminister Recht wenn er sagt dass die Briten einen Schmetterlingseffekt ausgelöst haben, der nun das Risiko in sich trägt, weltweit für Eintrübungen des Wachstums und für eine wachsende Instabilität des Finanzsystems zu sorgen. Da Aktienkurse ein Vielfaches zukünftiger Firmengewinne vorwegnehmen, wäre es also nicht unwahrscheinlich dass selbige weiter fallen, um diesem Umstand Rechnung zu tragen.