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CMC Espresso: USA drohen EU mit neuen Strafzöllen

Die EU will Großbritannien eine hohe Hürde für eine Verlängerung der Brexit-Frist setzen, unter anderem soll London Rechte beim Verhandeln künftiger Handels- und Zollabkommen an Brüssel abtreten und man will Brüssel in einen Brexit ohne Vertrag drängen, sollten die Europawahlen durch das weitere Vorgehen der Briten gefährdet sein. Aber es sieht danach aus, wie das Handelsblatt heute Morgen schreibt, dass die Europawahl zu einer Art zweitem Referendum für die Briten werden könnte, nachdem es ein offizielles neues Referendum nicht geben wird. Jedenfalls trifft sich heute die britische Premierministerin zu Brexit-Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin und Emmanuel Macron in Paris, bevor es für sie am Mittwoch zum EU-Sondergipfel nach Brüssel geht. 

Während man nach wie vor nichts Genaues weiß ist klar, dass es für den DAX zwei Szenarien im Brexit gibt. Entweder es kommt der harte Brexit ohne Vertrag, dann könnte es unruhig werden, um es vorsichtig auszudrücken. Alle anderen Szenarien würden allen Beteiligten wieder mehr Zeit einräumen, wodurch das Thema von den Märkten wahrscheinlich einfach so durchgewunken werden könnte. 

Unterdessen sieht sich das amerikanische Handelsministerium durch deutsche Subventionen für den Flugzeugbau bedroht und schlägt eine Liste mit Produkten vor, die mit Strafzöllen versehen werden könnten. Wer also gedacht hat, die Schock- und Drohgebärden-Politik der US-Regierung hätte ein Ende gefunden, lag falsch. Airbus dürfe nicht mit Subventionen unterstützt werden, so sehen es die Amerikaner, im Feuer stehen jetzt Produkte im Umfang von 11 Milliarden Dollar. Und klar ist das jetzt eine große Chance für Airbus, auf dem Weltmarkt Marktanteile zu gewinnen, Boeing will oder muss ja die Produktion des 737-MAX ab Mitte dieses Monats verringern und Bestellungen, die nicht bei der amerikanischen Konkurrenz getätigt werden, könnten eben bei Airbus landen - eine große Chance. 

China senkt derweil die Mehrwertsteuer für Produkte, die Chinesen im Ausland gekauft haben, wie zum Beispiel iPads, von 15% auf 13% und unternimmt damit eine weitere Maßnahme, um den Konsum anzukurbeln und der Wirtschaft zu helfen, aus der Talsohle zu kommen. Das wäre wichtig, ein Turnaround Chinas sollte jetzt möglichst in den Daten ablesbar werden, da sonst einige auf die Idee kommen könnten, die schwachen deutschen Exportdaten von gestern vielleicht sogar für den März und April so fortzuschreiben. Für den Moment spielen die Märkte aber weiterhin die geldpolitischen Geschenke der Notenbanken aber man kann sich dem Eindruck nicht erwehren dass vieles davon jetzt schon eingepreist worden ist - und vielleicht ist bei 12000 Punkten im DAX und bei 2900 Punkten im S&P 500 Index jetzt erst einmal der Deckel nach oben gesetzt, außer wir sehen jetzt noch mehr unerwartete Geldgeschenke der Zentralbanken. 


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