Seit heute Morgen können mexikanische und kanadische Landwirte ihre Produkte wieder ohne Strafzölle in die USA verkaufen - und umgekehrt gilt das auch für amerikanische Agrarprodukte, die in die beiden Länder verkauft werden. Das sei das Ergebnis handelspolitischer Fortschritte zwischen den Ländern, sagte heute Morgen der amerikanische Präsident.

Am Freitag wird der Handelsberater des Weißen Hauses Lightizer auf den japanischen Wirtschaftsminister treffen, um dort über den Handel zu sprechen - einen neuen Termin, wann die Amerikaner ihre Gespräche mit China fortsetzen gibt es hingegen nicht. Ein Währungspaar, das Sie jetzt beobachten sollten ist der Dollar zum chinesischen Yuan.

Das Mehrjahreshoch in diesem Währungspaar ist bei gut 7 Yuan pro einem Dollar zu finden. Die chinesische Notenbank wird dieses Niveau auf jeden Fall beobachten - während China daran interessiert ist, dass der Yuan schwächer wird, um die Belastungen zusätzlicher Strafzölle der Amerikaner auszugleichen, ist man nicht an einem Währungsverfall im Stil der türkischen Lira interessiert. Niemand will in Peking, dass Investoren wegen der amerikanischen Handelspolitik China verlassen, weil sie um die Stabilität der Währung Sorge tragen.

Also der Bereich um 7 Yuan ist immens wichtig und sollte jetzt engmaschig beobachtet werden. Ein chinesischer Währungscrash könnte weltweit Probleme verursachen. Zunächst sehen wir aber erst einmal freundlichere Vorgaben, die Aufhebung von Strafzöllen auf Agrargüter in Nordamerika sorgt für gute Stimmung.

Das gilt auch für die technische Situation im DAX - der ist über den Widerstand von 12180 Punkten ausgebrochen und der Retest am Freitag ist erfolgreich verlaufen. Also haben wir im DAX technisch betrachtet eine konstruktive Ausgangslage für einen weiteren Anstieg bis 12454 und 12531 Punkte.