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Neue Bankenkrise voraus? Bitcoin explodiert

Guten Morgen zu CMC Espresso! Ungeachtet nie da gewesener Maßnahmen zur Bereitstellung von Liquidität durch die Europäische Zentralbank ist die Aktie der Deutschen Bank gestern nahe ihrer Allzeittiefs aus dem Handel gegangen. Viele fragen sich, was das signalisiert, viele fragen sich, warum die EZB zu solchen Maßnahmen greifen muss, sieht sie etwas, was wir nicht sehen? Man muss nur einmal die Zinskurve etwa der zwei- oder zehnjährigen Bundesanleihen über den Chart der Deutschen-Bank-Aktie legen und man erkennt eine verblüffende Ähnlichkeit. Das systemische Risiko besteht eben aus zwei Komponenten. Einer Liquiditätskomponente, die durch die EZB sicherlich gelindert oder vielleicht sogar behoben wurde. Und eine Solvenzkomponente, die aber durch die Maßnahmen der EZB zur Senkung der Marktzinsen noch verschärft wurde. Das originäre Geschäft der Banken, die Geldleihe, bringt nichts mehr ein, sie kostet sogar Geld, sodass die Commerzbank Gerüchten zufolge nach Wegen sucht, große Mengen Bargeld in riesigen Tresoren zu horten, um der Konfiszierung durch den Negativzins der EZB zu entgehen. Wir haben das Risiko von Zombiebanken, wie es Carlos Costa, Gouveneur der portugiesischen Zentralbank gestern ausdrückte. Tatsächlich könnte eine neu aufkommende Angst um die Stabilität europäischer Banken einen neuen Börsenkrach auslösen, vor allem jene Banken, die es versäumt haben, genügend Eigenkapital aufzunehmen, um stabil dazustehen, könnten unter Druck geraten. Nicht zur Beruhigung der Lage trug gestern auch die Kreditratingagentur Fitch bei, die den Ausblick auf die weitere Entwicklung der Bonitätsnote für Japan von stabil auf negativ herabsetzte. Die geplante Verschiedbung der Mehrwertsteuererhöhung, die einen Teil der sündhaft teuren Abenomics finanzieren sollte, habe die desolate Haushaltslage der Tokioter Regierung nur noch mehr verschlimmert. Wenn die Regierung nicht schnell Schritt ergreife den Haushalt zu konsolidieren werde eine Abstufung nicht vermeidbar sein, heißt es. Gewaltig in die Höhe steigt vor diesem Hintergrund der Bitcoin, die Kryptowährung soll wie Bloomberg und andere Nachrichtenagenturen vermuten von chinesischen Käufern profitieren, die darin ein Schlupfloch gefunden haben sollen, Geld zu waschen und außer Landes zu bringen. Das ist verständlich, das Risiko, dass bei der Implementierung der wirtschaftlichen Reformen in China etwas schief läuft ist omnipräsent. Gestern nannte auch Mohammed El-Erian, der Chefberater der Allianz, eine schnelle plötzliche Abschwächung der chinesischen Volkswirtschaft als eine der großen Sommerrisiken für die Börsen in diesem Jahr. Tatsächlich hat Dr. Kupfer, ein für die chinesische Konjunktur sehr empfindlicher Indikator, also ich meine damit den Kupferpreis selbst, in den Monaten Februar bis Juni ein Doppeltopp ausgebildet, das neue Dekadentiefs des Preises andeutet. Also insgesamt scheint die Situation nicht so schön zu sein für die Börsen und viele schielen hier im DAX schon auf die knapp unter der 9000 Punkte Marke liegende offene Kurslücke, die ja immer noch geschlossen werden könnte. Schalten Sie gleich zu CMC TV ein, da werden wir die Situation am DAX heute wieder für Sie im Blick behalten


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