Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, will mit Angela Merkel besprechen, wie jetzt eine Kettenreaktion vermieden werden kann. Der niederländische Geert Wilders, der Vorsitzende der rechtspopulistischen niederländischen Freiheitspartei, war der erste, der den Briten gratulierte, und nun ein Referendum für die Niederlande fordert. S&P 500 Futures sind vom Handel ausgesetzt, Limit Down heißt die Regel, die einsetzt, wenn der Index 5% oder mehr in einem Zug sinkt. Wie tief es weitergeht nach -5% zeigt der Nikkei, der 10% unter den Vortag sinkt. Gold schickt sich an den markttechnischen Abwärtstrend seit dem Jahr 2011 zu unterbrechen. Sechs Prozent geht es mit dem Goldpreis hoch, schließt das Edelmetall über 1307 Dollar sind wir einem neuen markttechnischen Aufwärtstrend und damit einem neuen mehrjährigen Bullenmarkt beim Gold wieder einen Schritt näher. Weiter entfernt haben wir uns heute der Aussicht auf eine Zinswende in den USA, das bedeutet, die Zinsen werden noch tiefer sinken, schon alleine deshalb, weil jetzt versucht werden wird von Seiten der Zentralbanken, den Niederschlag des Großbritannien-Austritts auf die Märkte und Realwirtschaft einzuzäumen. Das Ergebnis des Referendums, der Austritt, zeigt, dass wovor ich in dieser Sendung in den letzten Tagen immer wieder gewarnt habe. Die Märkte lieben es, Gerüchte zu kaufen und Erwartungshaltungen einzupreisen. Sie sind effizient. Aber sie liegen eben manchmal auch falsch. Das passiert hier gerade. Die Erwartungshaltung, die aufgebaut wurde, wird enttäuscht. Jetzt bricht eigentlich alles zusammen, man sieht die Spuren des Brexit in fast allen Märkten weltweit, egal was man anschaut. Wir können uns jetzt auf eine starke Reaktion der EZB und englischen Zentralbank einstellen, möglicherweise zusammen mit anderen Zentralbanken und den G7-Staaten, die gestern ebenfalls sagten, sie würden zur Stützung der Märkte etwas tun. Während das helfen könnte, die Märkte zu stabilisieren, wird es uns vermutlich nicht mehr dorthin zurückbringen, wo wir gestern mit den Kursen waren. Die Preise waren einfach zu stark gestiegen.