Goldman Sachs ist gestern verkauft worden, nachdem zwar die Gewinne über den Erwartungen lagen, die Umsatzerlöse aber enttäuschten - die Aktie sank um fast 4% und das kostete den Dow Jones Index gestern gut 55 Punkte.

Trotzdem war das genug für die Wall Street, sich fester aus dem Tag zu verabschieden, weil die Angst der Leerverkäufer nahe des Allzeithochs im S&P 500 Index groß ist, dass die Erwartungshaltung hinsichtlich der Berichtssaison so niedrig gesteckt sind dass sie eigentlich nur übertroffen werden können.

Und so wird die Berichtssaison zum Spießrutenlauf für die Leerverkäufer, auch heute müssen sie da durch, da kommt UnitedHealth, die sind mit 5,7% Gewichtung im Dow Jones Index das zweitgrößte Schwergewicht - UnitedHealth legen um 11:55 Uhr Zahlen vor. Johnson & Johnson, mit 3,5% Gewichtung im Dow Jones ein weiteres Schwergewicht - kommt dann um 12:40 Uhr mit Zahlen, die Bank of America folgt dann um 12:45 Uhr. Der DAX versucht sich an einem nachhaltigen Ausbruch über die Hochs der Vorwoche und auch in China hofft man jetzt auf darauf, dass die geldpolitischen Stützen der Zentralbanken zu einer Erholung führen werden - die Eröffnungen von Aktiendepots in China im März sind gegenüber Februar um 100% gestiegen.

Die Geschichte, die an den Märkten erzählt wird, hat sich seit Dezember nicht wirklich verändert. Es gibt Hoffnung auf einen Deal in den Handelsgesprächen zwischen China und den USA; Es gibt Hoffnung, dass die Fed die Zinsen in diesem Jahr nicht weiter anheben wird; Es gibt Hoffnung, dass sich die Gewinne wieder erholen.