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Blitzanalyse: Wie viel Ladengeschäft verdrängt Amazon.com?

CMC Markets

Während der physische Einzelhandel in vielen Ländern unter Auflagen wieder eröffnen kann weiß man nicht, wie schnell die Kunden sich wieder in die Läden zum Einkaufen wagen werden, wie das vor dem Lockdown der Fall war. Viele Menschen haben Angst sich anzustecken und bleiben zuhause und - bestellen im Internet.

Die Deutsche-Post-Tochter DHL berichtet über deutliche Anstiege bei Paketlieferungen, hebt Paketlieferpreise an, um gestiegene Kosten zu decken und hat längst das kontaktlose Übergeben von Paketen eingeführt, um Ansteckungsgefahren gänzlich auszuräumen. Das Paket wird vor der Haustüre abgelegt, es besteht kein Ansteckungsrisiko.

Die Auslieferer von Amazon.com handhaben das ähnlich: Sie machen ein Foto des ausgelieferten Pakets, das reicht als Beweisführung, dass das Paket zugestellt wurde. Ein Unterschreiben des Empfängers und damit der Kontakt mit den Geräten, die am Tag viele Menschen in die Hand nehmen würden, entfällt. 

Wie stark dieses Gefühl der Sicherheit Amazon nutzte und wie stark es dem traditionellen Einzelhandel schaden wird werden wir heute Abend auch in den Quartalszahlen von Amazon ablesen können. Amazon legt nach Börsenschluss in den USA Zahlen für das erste Quartal vor.

Im Vorfeld berichtete Amazon bereits von Maßnahmen, dass man Kunden über geringere Werbemaßnahmen aktiv dazu bewegen müsse, weniger zu bestellen, weil man dem Ansturm in Zeiten des Lockdown nicht mehr Herr werden könne. Erst kündigte Amazon vor einigen Wochen außerdem an, 100.000 neue Mitarbeiter einstellen zu wollen und nachdem diese Stellen in kurzer Zeit besetzt waren schob man noch einmal 75.000 neue Anstellungen hinterher.

Verkehrte Welt in einem Umfeld, in der der Einzelhandel auf staatliche Unterstützungen angewiesen ist. Der Lockdown durch das Coronavirus wirkt wie ein Trendbeschleuniger - eCommerce, das vor dem Lockdown stark wuchs, wächst noch schneller, der "Tod durch Amazon" bei traditionellen Läden, die verdrängt werden, könnte noch beschleunigter wirken.

Die Amazon Aktie hat längst von diesen Entwicklungen Fahrt aufgenommen und stieg steil an. Darin liegt auch eine Gefahr: Die Erwartungen sind himmelhoch, die Kosten für Amazon aber auch gestiegen - in vergangenen Quartalen zeigten sich Aktionäre oft enttäuscht über die mangelnden Rückflüsse in Form von Reingewinnen, da Amazon's Chef Jeff Bezos stets Investitionen in neue Geschäftsbereiche den Vortritt gab.

Mehr Investitionen ermöglichen besseres Geschäft in Zukunft, etwa in dem mittlerweile ebenso rasant wachsenden AWS-Bereich. Unter dem Kürzel verstecken sich die Amazon Web Services: Investitionen in die Cloud. Mit AWS setzt Amazon - so wird es erwartet - 10,27 Milliarden USD im abgelaufenen Quartal um, mit Online-Bestellungen 35,63 Milliarden USD, mit physischen Einzelhandelsläden, die Amazon ebenefalls in einigen Regionen eröffnete, 3,67 Milliarden USD. 

Abos für kostenpflichtige Dienstleistungen könnten einen Quartalsumsatz von 5,63 Milliarden USD erreicht haben. Erwartet wird unter dem Strich ein Gewinn je Aktie von 5,88 USD bei einem Gesamtumsatz von 44,94 Milliarden USD. 

Amazon.com ist wichtig für den Gesamtmarkt. Diese CFDs könnten nach Börsenschluss um 22 Uhr, wenn Amazon seine Quartalszahlen veröffentlicht, schwanken - je nach dem, wie stark der Amazon-Kurs nachbörslich in Bewegung geraten wird:

  • US SPX 500 Cash: Amazon.com hat einen Anteil von 4,1% am Index
  • US NDAQ 100 Cash: 10,2% Anteil

Bitte beachten Sie, dass auch Apple Quartalszahlen am Abend veröffentlichen wird. Auf die Zahlen von Apple sind wir in diesem Artikel eingegangen. Für Apple gilt:

  • US SPX 500 Cash: Apple hat 4,9% Anteil an der gesamten Marktkapitalisierung
  • US NDAQ 100 Cash: Apple hat 11% Anteil
  • US 30 Cash: 7,9% 

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LandKommissionHebel ab*Short?**Handelszeiten
DeutschlandEUR 55:1Täglich 09:00-17:30
USAUSD 105:1Täglich 15:30-22:00
Großbritannien0,08% (mind. GBP 9,00)5:1Täglich 09:00-17:30
Kanada2 Cent (mind. CAD 10)5:1Täglich 15:30-22:00

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