Marktupdate: DAX erreicht neues Allzeithoch / Bei dünner Nachrichtenlage stimmt italienische Industrieproduktion optimistisch
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nachdem der DAX gestern im Windschatten der US-Börsen zum ersten Mal in seiner Geschichte einen Schlusskurs über 10.000 Punkten erreichte, setzte der deutsche Leitindex auch heute neue Bestmarken. Mit rund 10.033 Punkten steigt der deutsche Leitindex auf den höchsten Stand seiner Geschichte. Auch der MDAX setzt seine Rekordjagd fort und läuft im Hoch bis auf knapp 17.181 Zähler. An der japanischen Börse und in den US-Futures kam es in der Nacht zu Gewinnmitnahmen, die am Vormittag zunächst auf dem DAX lasteten. Positiv stimmen wiederum chinesische Konjunkturdaten. Die Nachrichtenlage heute bleibt dünn. Für den Euroraum stehen vor allem Zahlen zur italienischen Industrieproduktion im Fokus. Am Nachmittag folgen aus den USA Zahlen zu Rohölvorräten. Während in Japan Gewinnmitnahmen den Nikkei 225 um 0,85 Prozent* drückten, halfen kräftig ausgefallene chinesische Inflationszahlen dem Hang Seng- Index zu gewinnen*. Laut chinesischem Statistikamt zogen die Verbraucherpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent an. Die Erzeugerpreise gaben letzten Monat auf Jahressicht wiederrum 1,4 Prozent ab, etwas weniger als prognostiziert***. Inflationszahlen unter dem offiziellen Jahres-Richtwert von 3,5 Prozent lassen Spielraum für zusätzliche geldpolitische Stimuli der Regierung. Der am Wochenende vermeldete Rückgang der Importe im Mai in Höhe von 1,6 Prozent auf Jahressicht deutet eine schwächere Binnennachfrage an, die die chinesische Regierung eigentlich stärken wollte. Damit könnten möglicherweise zusätzliche chinesische Konjunkturpakete in Frage kommen, die wiederum Anleger freuen dürften. Nachdem der DAX zu Handelsbeginn noch unter die psychologische Marke von 10.000 Punkten gefallen war, verhalfen stärker als erwartet ausgefallene Zahlen zur italienischen Industrieproduktion dem deutschen Leitindex zu einem neuen Allzeithoch bei rund 10.033 Punkten. Die italienische Industrie steigerte ihren Ausstoß im April um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat und übertraf damit die Erwartungen der Analysten*** von 0,4 Prozent. Im ersten Quartal 2014 war die Wirtschaft mit einem Minus von 0,1 Prozent in eine Rezession zurückgefallen. Charttechnisch handelt der DAX weiterhin innerhalb eines umgekehrten Dreiecks im tertiären Trend. Damit bleibt ein Warnsignal für eine potenzielle, kleine Korrektur bestehen. Ein Ausbruch nach oben könnte wiederum einen Befreiungsschlag signalisieren der eine Fortsetzung der Rekordjagd ermöglicht. Mit rund 16.943 Punkten beim Dow Jones und 1.951 Punkten im S&P 500 schlossen die US-Leitbörsen gestern wieder mit neuen Höchstständen und nähern sich ihrerseits mit Trippelschritten den psychologisch wichtigen Marken bei 17.000 beziehungsweise 2000 Zählern. Gleichzeitig fiel die Volatilität des amerikanischen Aktienmarktes laut Chicago Board Options Exchange Volatility Index letzte Woche auf 10,73 Prozent, dem niedrigsten Level seit Februar 2007. Sehen wir hier die Ruhe vor dem Sturm, die wieder Bewegung in die Märkte bringen könnte? Im Tageschart des S&P 500 deutet sich zumindest ein bearischer Gravestone Doji an. Sollte die heutige Session die Formation bestätigen, könnte dies Warnsignale liefern. Nach der Gewinnserie in Trippelschritten die die US-Börsen und den DAX auf Höchststände hievte, erreicht die Volatilität gegenwärtig ein Tief. Könnte dies die Ruhe vor dem Sturm sein? Während der Dow Jones vorbörslich gegenwärtig mit einem Abschlag von 0,1 Prozent* gehandelt wird, ist der S&P 500 momentan 0,16 Prozent leichter. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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