Die Hauptversammlung von Bayer AG hat es gezeigt: Aktionäre sehen die Monsanto-Übernahme als klaren Fehlkauf an.

Aber während BASF so ein wenig so scheint als würden sie die Krümel aufsammeln die bei der Bayer-Monsanto-Übernahme neben raus gefallen sind war die Entscheidung von Bayer immerhin ein klares Statement. Dieses klare Statement vermisst man in der Strategie von BASF ein wenig. 

Jetzt schlagen tausende Krebs-Klagen auf Bayer zurück. Die amerikanische Umweltbehörde unter US-Präsident Trump besteht darauf, dass Roundup von Monsanto nicht Krebs erregend ist:

https://www.theguardian.com/business/2019/apr/30/monsanto-roundup-trump-epa-cancer

Die amerikanische Regierung wird Roundup auf dem Markt lassen. Ein Krebsverdacht bestehe nicht, wenn man es richtig verwendet.

Jetzt ist in den laufenden Klagen gegen Bayer die große Frage, ob man Monsanto ein Fehlverhalten vorwerfen kann. Die Baader Bank treibt die eine mögliche Antwort auf diese Frage, nämlich ein "nein, kann man nicht" auf die Spitze, in dem sie das Kursziel für Bayer auf 123 EUR setzen und die Aktie auf "Kaufen" lassen. Die Aktie notiert aktuell bei knapp über 54 EUR.

Inzwischen sind bis zu 80 Milliarden Euro Rechtsrisiken eingepreist - für ein Produkt, das nur für fünf Prozent der Bayer-Gewinne steht, so Baader.

Technisch betrachtet ist der neuralgische Punkt aktuell bei 56,61 EUR zu finden. Ein Monatsschlusskurs darunter wäre technisch bärisch. Ein Rückfall bis in den Bereich von 43 EUR könnte drohen. Hält 56,61 EUR könnte ein Run auf 71,36 EUR kommen.