DAX testet gestriges Tagestief / Bären attackieren Oktober-Trendlinie des DAX, High-Noon in griechischen Verhandlungen

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Das nächtliche Treffen der Troika in Berlin spricht für die Duell-Situation zwischen den Geldgebern und Griechenland. Scheinbar ist in den gemeinsamen Diskussionen nicht mehr viel herauszuholen, nun soll ein Ultimatum Bewegung in die Verhandlungen bringen. Die Anleger aber wissen jetzt nicht mehr als vorher und unterziehen den Deutschen Aktienindex einer abermaligen Prüfung der Marke von 11.400 Punkten. Ein Blick auf den Chart des DAX verbildlicht die kritische Situation: Aktuell testet der deutsche Leitindex die Aufwärtstrendlinie vom Oktober, dessen nachhaltiger Bruch ausgedehntere Abgaben einleiten könnte. Die Arbeitsmarktdaten fielen wie erwartet aus und blieben im Mai unverändert bei rekordniedrigen 6,4 Prozent. Interessanter könnten heute noch die Eurozonen-Inflationszahlen werden. Sollten sie genauso wie die deutschen Inflationszahlen stärker als erwartet zulegen, würde dies wieder die Frage an die EZB aufwerfen, ob sie ihr QE-Programm vollständig durchzieht. Daran dürfte Mario Draghi allerdings morgen auf der EZB-Sitzung kaum Zweifel aufkommen lassen. Nichtsdestotrotz könnte dies dem Euro wieder etwas Auftrieb geben. Aus charttechnischer Sicht befindet sich der DAX aktuell an einem wichtigen Punkt. Sollte die Oktober-Aufwärtstrendlinie nachhaltig gebrochen werden, könnte schnell wieder das Jahrestief um 11.165 Zähler angelaufen werden. Insgesamt behält sich der DAX allerdings durch die Bildung einer Hammerkerze gestern die Chance auf ein Reversal, sollte heute eine bullische Kerze folgen und die 11.330-Punkte-Marke nicht unterschritten werden. Als eine potenzielle Anlaufstation könnte dann die 11.600-Marke dienen. Am Nachmittag richtet sich der Fokus auf die US-Auftragseingänge langlebiger Gebrauchsgüter im April. Gestern wurden gemischte Signale für die US-Konjunktur gemeldet. Zwar stieg der ISM-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes stärker als erwartet und auch die Bauausgaben legten kräftig zu, andererseits zeigte sich, dass die US-Verbraucher weiterhin lieber sparen als ihr Geld auszugeben. Die privaten Konsumausgaben stiegen in den USA auf Jahressicht so schwach aus, wie seit 5 Jahren nicht mehr. Die US-Indizes verbleiben aus charttechnischer Sicht auf einem Scheideweg. Nach wie vor wird beispielsweise der Dow Jones und S&P 500 in der Nähe der Rekordhochs gehandelt, das bedeutet auch kurzfristig ist ein erneuter Test der Höchststände möglich, gleichzeitig wird das Risiko der nachhaltigen Ausbildung eines Fehlausbruchs größer. Zumal wir beispielsweise im S&P 500 nun immer wieder einen Test der Aufwärtstrendlinie von Anfang Februar sehen. Sollte diese nachhaltig nach unten hin durchbrochen werden, würde dies das Chartbild zusätzlich eintrüben. Die Futures auf den S&P 500 testet aktuell diese Trendlinie, während der Future auf den Dow Jones aktuell unter die charttechnische Marke von 18.000 Zählern rutscht. Damit dürfte es auch im heutigen Handelsverlauf zu einem spannenden Kampf zwischen Bullen und Bären kommen, während die Bärenseite aktuell Oberwasser zu haben scheint. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Abschlägen zu den jeweiligen gestrigen Schlusskursen gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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