Marktupdate: DAX knackt 9.600-Punkte-Marke / Angebliche Einigung über Waffenruhe in der Ukraine beflügelte, China-Dienstleistungsindex überrascht positiv, Europäische Einkaufsmanagerindizes schwächer als erwartet
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Vor der morgen mit Spannung erwarteten EZB-Sitzung, die dem DAX entscheidende Impulse in die eine oder andere Richtung geben dürfte, knackte der DAX heute den charttechnischen Widerstand bei 9.600 Punkten. Die Meldung über eine permanente Waffenruhe in der Ukraine wirkte wie ein Befreiungsschlag, allerdings folgte bald ein Dementi aus Russland, was wieder zu Abgaben führte. Der Fokus bleibt nach den Worten von Mario Draghi in Jackson Hole auf der Aussicht auf zusätzliche Stimuli-Maßnahmen der EZB. Die Erwartungshaltung der Anleger an eine weitere Lockerung der europäischen Geldpolitik ist groß, damit einher geht allerdings auch ein großes Enttäuschungspotenzial. Die Hoffnung auf zusätzliche Maßnahmen der Europäischen Zentralbank haben den DAX zuletzt trotz einer sich zuspitzenden Situation in der Ukraine mit verschärften Sanktionsdrohungen des Westens und auch schwacher Konjunkturdaten aus Europa, gestützt. Sollte Draghi morgen wieder einmal seinen Worten keine Taten folgen lassen, könnte der Markt dementsprechend verschnupft reagieren. Liefert Draghi den Märkten allerdings ein Geschenk, könnte die Freude darüber den DAX schnell wieder auf Rekordjagd schicken. Der DAX eröffnete heute nach positiven Vorgaben der Märkte in Asien bereits freundlich mit einem Eröffnungsgap nach oben. Ein offizieller und der HSBC-Einkaufsmanagerindex des Dienstleistungssektors in China im Monat August überraschten positiv*** und dämpften etwas die Sorgen um die Konjunktur in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. In den USA hat der S&P 500 Index gestern intraday ein neues Allzeithoch erreicht, nachdem der ISM-Einkaufsmanagerindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes im August mit 59 Punkten auf ein Dreijahreshoch angestiegen** ist. Anschließend kam es dagegen wieder zu Gewinnmitnahmen, die die Unsicherheit der Märkte angesichts der zunehmenden Spekulationen um eine frühere Zinswende in den USA wiederspiegeln. Heute folgten Einkaufsmanagerindex-Werte für Europa, die eine leichte Abschwächung gegenüber den Vormonatswerten zeigten und niedriger ausfielen als von Analysten erwartet. Der deutsche Einkaufsmanagerindex für den Monat August wurde mit 54,9 Punkten ausgewiesen, während die Prognose bei 56,4*** lag. Das französische Pendant fiel mit 50,3 Zählern ebenfalls schwächer aus als die Analysten-Erwartung von 51,1***. Nachdem der DAX seit Tagen um seinen 200-Tages-Durchschnitt pendelte, gelang heute die Überwindung der 9.600 Punkte-Marke und des 61,8%-Retracement bei 9.612 Zählern, wodurch der Weg bis zu einem potenziellen Widerstand bei 9.700 Punkten geebnet worden sein könnte, sollte der Index diese Marken verteidigen können. Die morgige Reaktion der Märkte auf den EZB-Beschluss könnte dem DAX schließlich die entscheidenden Impulse für eine Richtungsfindung geben. Bei aktuell 9.715 Punkten verläuft die Aufwärtstrendlinie vom Juni 2012. Kann diese zurückerobert werden, kann dies dem DAX zusätzlichen Antrieb für einen Run auf die 9.800 Punkte geben. Kursverluste des DAX unter 9.400 Punkte wiederum könnten einen erneuten Test der potenziellen Unterstützung bei 9.260 Zählern einleiten. Aktuell wird der Dow Jones mit einem Aufschlag von knapp 0,3 Prozent und der S&P 500 von 0,25 Prozent zu den jeweiligen gestrigen Schlusskursen gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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