Aktuelle Währungsanalyse

EUR/USD – der Euro verbucht derzeit Gewinne, doch bleibt der Anstieg insgesamt etwas verhalten und die Situation angespannt. Eine entscheidende Zielmarke könnte das Kursverhältnis von 1,3340 sein. Diese Notierung bildet zugleich 50% des Retracements dieser Aufwärtsbewegung.
Am unteren Ende der Skala würde nur ein Abrutschen unter die Notierung von 1,3200 die zwei Tiefs dieser Woche bei 1,3025/30 in Blickfeld rücken. Im weiteren Verlauf könnte dann ein Kursverlust unterhalb von 1,3020 den Euro in die Nähe der Marke von 1,2870/80 bringen.

GBP/USD – das britische Pfund verblieb gestern unterhalb des 200-Tage MA bei 1,5938 und rutschte schliesslich deutlich ab. Dies war der stärkste Tagesverlust seit dem 11. Januar. Nur ein Ausbruch oberhalb von 1,5940 würde neuerliche Gewinne in Richtung der Marke von 1,6000 einleiten können. Betrachtet man jedoch den gestrigen bärischen Endstand, stehen die Zeichen derzeit jedoch eher wieder auf Verkäufe bis unterhalb von 1,5780 und in letzter Konsequenz sogar in Richtung einer Notierung von 1,5650.

EUR/GBP – der gestrige Ausbruch des Euro über die Marke von 0,8340 bewirkte eine Bewegung jenseits des 55-Tage MA bei 0,8390. Dennoch vermochte die Einheitswährung nicht, sich über diesem Wert zu halten. Dieser Widerstand korreliert zudem mit der Trendlinie im Zusammenhang mit den Novemberhochs bei 0,8665.
Auf lange Sicht sind Kursverluste nicht auszuschließen, da nach wie vor bei 0,8420, dem diesjährigen Höchststand, eine bedeutende Widerstandszone auftritt.
Ein Unterschreiten des Januartiefs bei 0,8220 würde eine weitere Abwärtsbewegung einleiten. Doch für eine Unterschreitung der Tiefststände aus dem Jahr 2011 bei 0,8065, müsste zunächst ein Ausbruch unterhalb des Septembertiefs von 0,8200/05 erfolgen.

USD/JPY- der US-Dollar behauptet sich erfolgreich oberhalb von 76,50 und ein neues 7-Tage Hoch scheint sich herauszubilden. Dies lässt auf weitere Kursgewinne schliessen, doch ist hierfür eine Konsolidierung über 76,50 erforderlich. Darüber hinaus müssen die Zinsen für zehnjährige US-Anleihen über 2% klettern, um diese Dynamik aufrecht zu erhalten. Anderenfalls wäre wieder ein Abrutschen unter 75,30 denkbar.
Nach wie vor stellt der 200-Tage MA bei 78,10 die entscheidende Marke für eine substantielle Stabilisierung der US-Währung in Richtung 80,00, nachdem sie vergangenen Monat an dieser Notierung scheiterte.