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Airbnb Aktienkurs – Der IPO wird konkret

Airbnb Aktienkurs – Der IPO wird konkret

Gestern wurde über die Ticker gemeldet, dass Airbnb seinen lang erwarteten Börsengang in den USA bei der Börsenaufsicht SEC beantragt hat. Zuvor hatte es unterschiedliche Meinungen gegeben, ob der Börsengang aufgrund der schwierigen Situation durch die Covid19-Pandemie überhaupt stattfinden würde. Die aktuelle Erholung der Wirtschaft, führte jetzt zu einem sprunghaften Boom auf dem kurzfristigen Mietmarkt, sodass Airbnb die Chance für den IPO ergreifen will.

Airbnb IPO

Der in San Francisco ansässige Wohnimmobilienriese gab gestern seine IPO-Pläne bekannt. Die Details zum Börsengang wie z. B. die Anzahl der Aktien und die Preisspanne für den vorgeschlagenen IPO seien jedoch noch nicht festgelegt worden. Airbnb tendiert nach Angaben von Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, dazu, seine Aktien an der Nasdaq zu notieren. Alternativ könnte sich das Unternehmen auch für die New Yorker Börse als Handelsplatz entscheiden.

Bereits Ende des letzten Jahres, gab Airbnb bekannt, dass man einen Börsengang plane. Die ambitionierten Pläne wurden jedoch durch die Covid-19-Pandemie durcheinander gebracht, als die Pandemie den weltweiten Reiseverkehr zum Erliegen gebracht hatte. Die Buchungen verschwanden über Nacht und das Unternehmen geriet in das Fadenkreuz verärgerter Gastgeber, die ebenfalls mit ansehen mussten, wie ihre Einnahmen sich in Luft auflösten, als das Unternehmen Kunden Rückerstattungen gewährte.

Wie verdient Airbnb Geld?

Airbnb verdient sein Geld, indem es von seinen Usern eine Servicegebühr für die Buchung einer Unterkunft über die Webseite oder App berechnet. Diese Gebühr kann sich bis auf 15 % der gesamten Reservierungskosten belaufen. Je teurer die Buchung, desto niedriger die Servicegebühr. Den Gastgebern wird zusätzlich eine Bearbeitungsgebühr von bis zu 3 % der Buchungssumme angerechnet. Ein simples aber effektives Geschäftsmodell. Das Geschäftsmodell von Airbnb basiert also auf der Unterstützung von Reisenden bei der Online-Buchung von Privatunterkünften. Dabei fungiert das Unternehmen als Vermittler zwischen Touristen und Wohnungs- und Hauseigentümern. So können die Eigentümer Mietflächen auflisten und an die Reisenden vermitteln. Außerdem verwaltet Airbnb die Zahlungen, ist im Falle von Beschwerden als Vermittler tätig und listet Bewertungen von Gästen und Reisenden auf.

Klassischer IPO oder Direct Listing

Ursprünglich hatte das Unternehmen geplant, sein mit Spannung erwartetes Debüt auf den öffentlichen Märkten in diesem Jahr über eine Direktnotierung zu geben, was keine zusätzlichen Einnahmen für das Unternehmen bedeuten würde, doch nun plant man, durch einen traditionellen Börsengang neues Geld zu erlösen, um das Eigenkapital zu stärken.

Airbnb wurde 2008 gegründet, nachdem die Gründer des Unternehmens damit begonnen hatten, Gästen eine Luftmatratze in ihrer Wohnung in der Innenstadt von San Francisco zu vermieten. Langsam aber sicher entwickelte sich die Idee zu einem der am höchsten geschätzten Start-ups der letzten zehn Jahre. Im Jahr 2017 wurde der Unternehmenswert auf über 30 Milliarden Dollar geschätzt. In Zuge der Pandemie liegt der aktuell geschätzte Wert des Unternehmen eher im Bereich von 18 Milliarden Dollar. Im vergangenen Jahr erzielte Airbnb einen Umsatz in Höhe von 4,8 Milliarden Dollar.

Die Verwaltungskosten sind in den letzten Jahren durch die starke Expansion ebenfalls in die Höhe geschnellt. Gründe waren die Investition in die neue Firmenzentrale und steigende Marketingausgaben. Dies führte letztendlich dazu, dass das Unternehmen in den ersten neun Monaten des Jahres 2019 einen Nettoverlust verzeichnete, während es im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch einen Gewinn erzielt hatte.

Airbnb reagierte auf die Pandemie-Krise, indem es sich eine neue Kreditlinie in Höhe von 2 Milliarden Dollar bei seinen Banken sicherte. Außerdem gab Airbnb im Mai dieses Jahres bekannt, dass man ein Viertel ihrer Belegschaft entlassen würde.

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