DAX kämpft um 12.300-Zähler-Marke / Vorsichtiger Handel vor morgiger EZB-Sitzung und Fokus auf US-Einzelhandelsumsätze und –Quartalsberichte heute
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nach der starken Rally in der vergangenen Woche nehmen die Anleger aktuell einige Gewinne mit, bevor morgen die Sitzung der Europäischen Zentralbank ansteht und heute in den USA Einzelhandelsumsätze und Quartalsberichte veröffentlicht werden. Sollte auch das Konjunkturbild der USA nach den schwachen Handelsbilanzzahlen aus China bröckeln, könnte dies die Stimmung wegen der Aussicht auf eine schwache Berichtssaison eintrüben. Überzeugt Mario Draghi morgen die Marktteilnehmer davon, dass die EZB dass QE-Programm zumindest bis September nächsten Jahres aufrechterhält, könnte dies zumindest diese Sorge zunächst aus dem Markt nehmen. Bis dahin gehen die Marktteilnehmer aber lieber erst einmal in die Wartestellung über. Aus charttechnischer Sicht liefert der kräftige Ausbruch des DAX über das vormalige Allzeithoch um 12.220 Zähler das Potenzial für den Lauf auf die 12.700-Punkte-Marke. Auf dem Weg dorthin könnte die 12.475/12.500-Punkte-Marke eine Zwischenstation darstellen. Zunächst muss aber das dazugewonnene Terrain verteidigt werden. Mit dem Abrutschen unter die charttechnische Unterstützungszone zwischen 12.320/30 droht nun allerdings zunächst ein weiterer Rücksetzer bis auf 12.275 Zähler. Darunter könnte es zum Test der potenziellen Unterstützungszone bei 12.200/220 kommen. Bei einem Rückfall unter 12.000 Punkte wird es wieder kritischer. Unter den Konjunkturdaten aus Europa dürften die Marktteilnehmer heute vor allem an den Zahlen zur Industrieproduktion in der Eurozone im Februar interessiert sein. Nach einem leichten Rückgang um 0,1 Prozent im Vormonat könnte im Februar der Ausstoß um 0,4 Prozent*** zugelegt haben. Dies würde ein weiteres Mosaik zu dem verbesserten Konjunkturbild der Eurozone liefern. Am Nachmittag blicken die Marktteilnehmer dann genau auf die Entwicklung der US-Einzelhandelsumsätze im März. In den vorangegangenen Monaten waren diese stetig zurückgefallen und zeigen, dass die US-Konsumenten trotz niedrigerer Energiepreise ihr Geld zusammenhalten. Sollte diese Tendenz anhalten, könnte dies zusammen mit einer potenziell schwachen Quartalsberichtssaison aufgrund der USD-Stärke die Bewertung der US-Unternehmen beeinträchtigen. Stützend auf den DAX wirkt nach wie vor der schwache EUR. Wobei gestern eine weitere Abschwächung die Kursverluste im Deutschen Aktienindex nicht verhindern konnte. Nach wie vor treibt die Divergenz in der Geldpolitik zwischen den USA und der Eurozone, dort die Diskussion um eine Zinsanhebung, hier das Anlaufen des Staatsanleihekaufprogrammes, den USD gegen den EUR. Allerdings könnte die Annahmen einer Zinsanhebung bereits im Juni verfrüht sein. Aus charttechnischer Sicht nähert sich der EUR/USD-Kurs aktuell interessantem Kursniveau. Mit dem Fall unter die Fib-Retracement-Marke der Erholungsbewegung vom Mehrjahrestief am 13. März bis auf knapp 1,105 USD bei 1,059 USD, könnte der Weg zu einem erneuten Test der Zone um 1,046/1,05 USD frei geworden sein. Sollten die Bullen diese Zone verteidigen können, besteht die Chance auf die Ausbildung eines Doppelboden. Geben die Bären das Terrain verloren könnte der EUR/USD-Kurs seine Kursabgaben fortsetzen in Richtung 1,0335 USD. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Abschlägen zu den jeweiligen Schlusskursen von gestern gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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