DAX fällt unter 11.600 Zähler zurück / Unsicherheit um Griechenland belastet, EUR/USD setzt Erholung fort
CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Das Rätselraten um den Stand in den griechischen Schuldengesprächen und das Ping-Pong zwischen griechischer Regierung und europäischen Geldgebern geht weiter und belastet auch heute den Deutschen Aktienindex. Während die Geldgeber die Hoffnung auf eine schnelle Lösung dämpfen, erwartet die griechische Regierung eine Lösung bis Sonntag. Dazu kommen gestiegene Erwartungen an eine doch früher einsetzende Zinswende in den USA. Zu beiden Themen, die die Märkte derzeit dominieren, könnten heute wichtige Impulse in Form möglicher aufklärender Worte bezüglich Griechenland nach dem G7-Finanzgipfel als auch durch die zweite Lesung des US-Q1-BIP am Nachmittag kommen. Im Vorfeld zeigen sich die Marktteilnehmer verunsichert und drücken den DAX auf den tiefsten Stand seit annähernd zwei Wochen. Erfolgen nicht bald stabilisierende Impulse, ist ein baldiger Rückfall des DAX in die Region um 11.450 Zähler nicht ausgeschlossen. Für das US-BIP-Wachstum im ersten Quartal wird in der zweiten Lesung, die heute um 14:30 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht wird, eine Revision der Zahlen auf -0,8 Prozent gegenüber +0,2% in der ersten Lesung erwartet. Nachdem in jüngster Zeit verschiedene Konjunkturdaten die Möglichkeit einer Wiederaufnahme der konjunkturellen Dynamik in den USA, so wie von der Fed prognostiziert, bekräftigen, könnte eine noch stärkere Korrektur der Zahlen nach unten dennoch die Spekulationen um eine baldige Zinswende wieder dämpfen. Fallen die Zahlen im Rahmen der Erwartungen aus, dann könnten die Sorgen vor einer frühen Zinswende allerdings weiter geschürt werden. Den US-Indizes, die Schwierigkeiten haben ihre erreichten Rekordniveaus zu verteidigen, könnte das einen weiteren Schlag verpassen. Heute Vormittag ist der DAX unter das Dienstag-Tief gefallen und ebnet damit den Weg zu weiteren Abgaben bis zum 50%-Retracement um 11.545 Punkte der kompletten Erholungsbewegung vom Mai-Tief. Darunter würde sogar ein weiteres Abrutschen in die 61,8%-Retracement—Region um 11.450 Zähler drohen. Auf der Oberseite gilt es für die Bullen, zunächst die 11.750-Punkte-Marke zu knacken. Darüber wartet noch ein potenzieller Widerstand um 11.793, dessen Überwindung den Weg bis an die 11.920-Zähler-Marke ebnen könnte. Der S&P 500 konnte sich gestern nach anfänglich größeren Verlusten wieder berappeln und schloss am Ende nur leicht im Minus. Aus charttechnischer Sicht steht dabei die 2.120-Punkte-Marke im Fokus. Der Future auf den US-Leitindex fällt aktuell wieder unter diese Marke und deutet damit heute wieder einen schwierigen Kampf der Bullen um jeden Punkt an. Die heutigen US-BIP-Zahlen könnten vor dem Wochenende bereits wichtige Impulse liefern, im Fokus steht allerdings insbesondere der nächste Woche Freitag erwartete Nonfarm-Payrolls-Arbeitsmarktbericht. Daneben werden die Marktteilnehmer heute auch auf den Chicago Einkaufsmanagerindex und das Uni Michigan Verbrauchervertrauen achten. Für den Einkaufsmanagerindex wird im Mai ein leichter Anstieg gegenüber dem Vormonat auf 53 Zähler nach zuvor 52,3 gerechnet. Der Uni Michigan Index des US-Verbrauchervertrauens im Mai könnte von 88,8 Zählern auf 83,1 zurückgefallen sein. Die Futures auf den Dow Jones und S&P 500 werden aktuell mit Abschlägen zu den jeweiligen gestrigen Schlusskursen gehandelt. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. 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