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Das italienische Volk wird am 4. Dezember über die Beschränkung der Macht des römischen Senats und damit darüber abstimmen, ob mehr Macht zurück auf lokale Ebene verlagert werden soll. Das ist ein gegen die Zentralisierung der Macht in Brüssel gerichtetes Referendum und reiht sich damit ein in einen politischen Rechtsruck in Europa, der mehr Protektionismus und die Rückkehr der Nationalstaaten fordert. Das große Kapital hat längst reagiert – und die Eurozone als Investmentstandort in diesem Jahr weiträumig umschifft.

Neue Umfragen zeigen die Reformgegner mit sieben bis zehn Prozentpunkten Vorsprung. Jeder sechste Italiener ist jedoch unentschieden und wir konnten im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen in den USA im November und im Vorfeld der Abstimmung über den Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union ähnliche Umfrageergebnisse beobachten und am Ende war die Überraschung (und Volatilität an den Märkten) groß. Wer dieses Mal wieder den Umfragen Glauben schenkt muss schon ein großes Gottvertrauen (oder Vertrauen in die Marktforschungsinstitute) haben.

Umfragen der Bank of America Merrill Lynch sowie von der Nachrichtenagentur Reuters haben ergeben, dass globale Investmentfonds in den Wochen nach dem Brexit-Referendum Kapital aus Euro-Aktien in Rekordsummen abgezogen haben. Dieser Kapitalabfluss hält bis heute an. Wer wissen möchte, warum der DAX nicht mit der Rekordjagd an der Wall Street Schritt halten kann findet die Erklärung dafür in diesen Kapitalströmen. Trotz schwachen Euros und trotz des Bullenmarktes an der New Yorker Aktienbörse hängt der DAX zwischen 10600 und 10800 Punkten fest. Würde die EZB die gleichen Signale senden wie die Fed hinsichtlich einer bald anstehenden Straffung der Geldpolitik würde der DAX wahrscheinlich einbrechen. Man muss sich auch fragen wie der DAX reagieren würde, wenn der Euro eine technisch eigentlich überfällige Gegenbewegung nach oben machen würde. Der DAX wird vom tiefen Euro und der starken Wall Street oben gehalten. Wir leben in einer Welt der zwei Geschwindigkeiten. Die amerikanischen Börsen antizipieren eine Wachstumsbeschleunigung und höhere Inflation in 2017, die europäischen Märkte sehen maues Wachstum und geringe politische Planungssicherheit.

Aber es macht keinen Sinn, den Kopf in den Sand zu stecken und sich wegen der politischen Ereignisse Angst machen zu lassen. Betrachtet man den übergeordneten Chart des DAX seit dem Jahr 2009, so lässt sich ein intakter Aufwärtstrend erkennen und es ist in der Tat so, dass der Einbruch im Juni wegen des überraschenden Ausgangs des Brexit-Referendums im Monatskerzenchart des DAX überhaupt nicht ins Gewicht fällt. Bullische Kommentatoren verstehen die Konsolidierung im DAX als bullischen Druckaufbau – sollte die Wall Street ihre Rekordjagd weiter fortsetzen könnte das den DAX schließlich auch über 10800 Punkte hieven.

Trader machen sich das Leben schwer, wenn sie auf einen Ausbruch im DAX setzen, der einfach nicht kommen mag. Natürlich kann irgendwann der Ausbruch über die wichtige Marke bei 10800 Punkten kommen, doch daraus kann schließlich auch ein Fehlausbruch werden, wenn die Wall Street sich just in diesem Moment des Ausbruchs dazu entscheidet, in eine Korrektur zu gehen. Trend-Trader finden an der Wall Street einen starken Trend, im DAX sieht die Situation ganz anders aus. Der Index notiert immer noch 15% unter seinem Allzeithoch. Die politische Unsicherheit im Vorfeld des Italien-Referendums und die Ungewissheit, wie es danach weiter gehen soll, könnte den DAX weiter lähmen. Die Chancen lauern bis Jahresende eher in New York.

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