Marktupdate: DAX fällt unter 9.700 Punkte / Ukraine-Krise sorgt für Unsicherheit, Michigan-US-Verbrauchervertrauen am Nachmittag im Fokus

CMC Markets – geschrieben von Andreas Paciorek, Marktanalyst Nachdem gestern die Verschärfung der Sanktionen der USA und EU gegen Russland die Stimmung an den europäischen Börsen belastet hatte und die bisher überwiegend guten Quartalsergebnisse der US-Unternehmen ein wenig überdeckte, führte der mutmaßliche Abschuss eines Passagierflugzeugs über der Ukraine zu verstärkten Gewinnmitnahmen. Auch an den US-Börsen und in Asien reagierten die Anleger mit Risikoabsicherung und drückten damit die Kurse. So musste der Dow Jones schließlich auch seine 17.000-Punkte-Marke abgeben, während der Nikkei 225 knapp 1 Prozent* verlor. Charttechnisch stellt sich das Bild des DAX nun wieder schwächer dar, da die wichtige Zone um 9.780/9.800 Punkten wieder nach unten durchbrochen wurde. Nun könnte ein Test der Aufwärtstrendlinie vom März/April-Tief sowie der potenziellen Unterstützung bei etwa 9.625 Punkten anstehen. Stößt der DAX hier auf stärkere Nachfrage, dann könnte sich um dieses Level ein Doppelboden ausbilden, der den DAX wieder nach oben treiben könnte. Fällt der DAX allerdings unter diese Kursniveaus, dann ist sogar ein Test des langfristigen Aufwärtstrends von 2012 möglich, der aktuell bei knapp 9.500 Punkten verläuft. Die ukrainische Regierung erklärte, dass die prorussischen Separatisten die Passagiermaschine der Malaysian Airlines abgeschossen haben, was den regionalen Konflikt in Osteuropa auf die Stufe einer terroristischen Bedrohung heben würde. Allerdings bleibt fraglich, welchen Nutzen die Separatisten aus so einem Abschuss ziehen könnten. Gegenwärtig ist die Sachlage unklar und so bleibt zu hoffen, dass es zumindest kein terroristischer Akt, sondern ein Fehlabschuss war oder sich sogar um ein Piloten- oder Maschinenversagen handelte. In diesem Falle könnte schnell eine vorsichtige Beruhigung an den Aktienmärkten einsetzen. Sollte sich aber herausstellen, dass die prorussischen Separatisten für diese Tragödie verantwortlich sein sollten, könnte Russland, dem vorgeworfen wird die Abtrünnigen zu unterstützen, noch stärker in den Fokus des Westens geraten und Spannungen erheblich zunehmen. Da die Flugschreiber inzwischen geborgen wurden, bleibt zu hoffen, dass bald etwas mehr Licht in die Sache kommt. Neben Aktien der Malaysia Airlines, die in Kuala Lumpur knapp 8,9 Prozent* verloren haben, kommen am Vormittag auch europäische Luftfahrtgesellschaften unter Druck. Papiere der Lufthansa notieren aktuell knapp 0,70 Prozent im Minus*, während Aktien der Air France-KLM knapp 2,2 Prozent ins Minus* laufen. Aufgrund der Sanktionen gegen Russland gab der russische Rubel zuletzt wieder verstärkt ab. Im Tageschart durchbrach der USD/RUB-Kurs gestern die Abwärtstrendlinie vom März-Hoch nach oben und stieß erst am Juni-Hoch bei knapp 35,30 RUB auf Widerstand. Mit dem Bruch der Abwärtstrendlinie ist allerdings ein weiterer Wertverlust des RUB, der den USD/RUB-Kurs nach oben treiben würde, nicht auszuschließen. Aus der Palette geopolitischer Risiken, drückte zuletzt auch die Verkündung einer israelischen Bodenoffensive im Palästinensergebiet verstärkt auf die Stimmung der Anleger. Laut dem israelischen Armeesprecher Arye Shalicar stehen insgesamt knapp 70.000 Soldaten für die Offensive zur Verfügung, die die Infrastruktur der radikal-islamischen Hamas zum Ziel haben soll. Aus dem Gazastreifen wird heftiger Artilleriebeschuss gemeldet, dem nach Angaben von Rettungskräften bereits mehr als 20 Palästinenser zum Opfer fielen. Im Angesicht der drohenden Eiszeit zwischen Russland und dem Westen, stieg zuletzt die Nachfrage nach Rohöl. Die Referenzsorte WTI zeigte zuletzt einen Rebound von dem 200-Tage-Durchschnitt bei knapp 100 US-Dollar auf gegenwärtig etwa 103,50 US-Dollar. An Konjunkturdaten dürfte heute vor allem das Michigan-US-Verbrauchervertrauen am Nachmittag im Fokus der Investoren stehen. Analysten erwarten, dass sich die Stimmung der US-Konsumenten im Juli im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Punkte auf nun 83 Zähler*** verbessert hat. Bereits um 12:30 Uhr deutscher Zeit könnte auch das Quartalsergebnis von General Electric dem Markt zusätzliche Impulse liefern. Vor Eröffnung des Präsenzhandels handelt sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 etwas über den jeweiligen gestrigen Schlusskursen. * Gegenüber dem Vortagesschlusskurs ** Gegenüber der Vorperiode *** Bei Prognosen handelt es sich um Zahlen, die vom Nachrichtenprovider Dow Jones International Ltd. zur Verfügung gestellt werden Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieses Marktkommentars (nachfolgend: „Inhalte“) sind Bestandteil der Marketing-Kommunikation von CMC Markets, Niederlassung Frankfurt am Main der CMC Markets UK Plc, (nachfolgend “CMC Markets”) und dienen lediglich der allgemeinen Information. Sie stellen keine unabhängige Finanzanalyse und keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Sie sollten nicht als maßgebliche Entscheidungsgrundlage für eine Anlageentscheidung herangezogen werden. Die Inhalte sind niemals dahingehend zu verstehen, dass CMC Markets den Erwerb oder die Veräußerung bestimmter Finanzinstrumente, einen bestimmten Zeitpunkt für eine Anlageentscheidung oder eine bestimmte Anlagestrategie für eine bestimmte Person empfiehlt oder für geeignet hält. Insbesondere berücksichtigen die Inhalte nicht die individuellen Anlageziele oder finanziellen Umstände des einzelnen Investors. Die in den Inhalten wiedergegebenen Sach-Informationen stammen aus Quellen, die CMC Markets für vertrauenswürdig hält. Jedoch übernimmt CMC Markets keine Gewährleistung für die Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit dieser Informationen. Bitte berücksichtige Sie auch, dass die Wertentwicklung in der Vergangenheit kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Wertentwicklung ist. Die in den Inhalten wiedergegebenen Bewertungen, Schätzungen und Prognosen reflektieren lediglich die subjektive Meinung des jeweiligen Autors bzw. der jeweils zitierten Quelle, können jederzeit Änderungen unterliegen und erfolgen ebenfalls ohne Gewähr. Sämtliche ggf. enthaltenen grafischen Darstellungen unterliegen den ihnen eigenen Beschränkungen der Präzision. In jedem Fall haftet CMC Markets nicht für Verluste, welche Sie direkt oder indirekt durch eine Anlageentscheidung erleiden, die Sie aufgrund der Inhalte getroffen haben. Alle nicht besonders gekennzeichneten Kurse, Preise und Charts beziehen sich auf die Preise, die CMC Markets als Market Maker auf seiner Next Generation CFD-Handelsplattform stellt. Diese Preise können von den aktuellen Börsen- und Marktpreisen für den jeweiligen Referenzgegenstand abweichen. Ausdrücklich weisen wir auf die bei vielen Anlageformen bestehenden erheblichen Risiken hoher Wertverluste hin. Insbesondere CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar, und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich möglicherweise nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls unabhängig beraten. Sie sollten auch unsere Risikowarnungen für CFDs lesen. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.